Deutsche und Schweizer sind gute Zahler

Der Anteil fristgerechter Zahlungen liegt in der Schweiz bei 75 % und in Deutschland bei 77 %. Demgegenüber werden in Großbritannien 59 % der Rechnungen termingerecht beglichen, in Bulgarien 53 % und in Ungarn 21 %. Das ist das Ergebnis einer EOS Fünf-Länder-Studie. Für die Studie wurden vom Marktforschungsinstitut Ipsos 1200 Unternehmen in fünf europäischen Ländern befragt.

Die von der internationalen EOS Gruppe in Auftrag gegebene Studie „Europäische Zahlungsgewohnheiten“ ergab außerdem, dass die befragten Unternehmen ihren Kunden im Durchschnitt eine Zahlungsfrist von 31 bis 33 Tagen gewähren. Mit Ausnahme von Deutschland: Dort ist das Zahlungsziel mit durchschnittlich 25 Tagen deutlich kürzer gesetzt.

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Eine mögliche Folge von säumigen Zahlern sind finanzielle Engpässe bei Firmen. Bereits jedes dritte ungarische Unternehmen (29 %) war aufgrund von Zahlungsverzögerungen oder -ausfällen schon einmal in seiner Liquidität gefährdet.

Säumige Zahlungen bedeuten für Unternehmen aber nicht gleichzeitig eine hohe Forderungsausfallquote: So bezahlt ein Großteil der Briten ihre Rechnungen nicht fristgerecht (59 %). Dennoch müssen britische Unternehmen – genauso wie Schweizer – nur 1,4 % aller Forderungen tatsächlich abschreiben. Das ist im Ländervergleich der niedrigste Wert. Unternehmen in Ungarn (5,3 %), Bulgarien (4 %) und Deutschland (2,1 %) verzeichnen einen deutlich höheren Forderungsausfall.

Länderübergreifend blicken die Befragten eher pessimistisch in die Zukunft: Ein Großteil (49 %) rechnet mit einer Verschlechterung der Zahlungsmoral in den nächsten zwei Jahren. Eine Mehrheit (82 %) der befragten Manager geht von einer Zunahme der Privat- und Unternehmensinsolvenzen aus.

(ots/ml)