Produktion im Produzierenden Gewerbe am Sinken

Die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe ist im Juli gegenüber dem Vormonat preis- und saisonbereinigt um 0,9 % zurückgegangen, nachdem sie im Juni noch um 0,8 % angestiegen war. Während die Erzeugung im Bauhauptgewerbe im Juli mit einem Minus von 2,3 % spürbar rückläufig war, schwächte sich die Industrieproduktion nur leicht um 0,5 % ab. Innerhalb der industriellen Hauptgruppen schränkten die Hersteller von In­ves­ti­tions­gü­tern ihren Ausstoß um 3,2 % und damit deutlich ein. Ursache ist die schwache Entwicklung im Maschinenbau und im Kraftfahrzeugbereich. Vor­leis­tungs­gü­ter­pro­du­zen­ten konnten dagegen ihren Ausstoß um 1,8 % steigern, während die Kon­sum­gü­ter­pro­duk­tion stagnierte (0,0 %).

Im aussagekräftigeren Zweimonatsvergleich (Juni/Juli gegenüber April/Mai) erhöhte sich hingegen die Produktion im Produzierenden Gewerbe um preis- und saisonbereinigt 2,5 %. Die Steigerung ist hauptsächlich der Zunahme der Industrieproduktion um 2,3 % zu verdanken. Die Erzeugung im Bauhauptgewerbe schwächte sich dagegen deutlich um 3,3 % ab. Kräftige Impulse für die Industrieproduktion kamen vor allem aus der Belebung der Produktionstätigkeit im Bereich der Vor­leis­tungs­gü­ter­pro­du­zen­ten (+4,9 %). Die Hersteller von Investitionsgütern konnten sich über einen Produktionszuwachs um 1,8 % freuen. Dagegen schwächte sich die Erzeugung der Konsumgüterproduzenten um 1,4 % ab.

Zwischen dem Zweimonatszeitraum Juni/Juli 2009 und seinem Gegenstück im Jahr 2008 ist die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe arbeitstäglich bereinigt um 17,3 % gefallen. Im Bereich der Industrie wurde in diesem Zeitrahmen das Vorjahresniveau um 19,6 % unter- und im Bauhauptgewerbe um 1,8 % überschritten.

Im dritten Quartal dürfte nach Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums mit einer Zunahme der Industrieproduktion zu rechnen sein. Dafür spräche die anhaltend lebhafte Bestelltätigkeit.

Eine Tabelle mit Detailwerten steht als Download im Internet zur Verfügung.

(BMWi/ml)