Europäisches Baugewerbe
Produktion in der Eurozone um 0,4 Prozent gefallen

Entwicklung der Produktion
Entwicklung der Produktion

Wie das europäische Amt für Statistik, Eurostat, meldet, ist die Produktion des europäischen Baugewerbes im August erneut deutlich geschrumpft. In der Eurozone (EZ16) sank der saisonbereinigte Ausstoß im August gegenüber dem Juli 2009 um 0,4 %. Im gleichen Zeitraum ging die Produktion in der EU27 um 0,5 % zurück. Die entsprechenden Juli-Werte lagen bei -1,4 % bzw. -0,5 %. Damit flacht die Kurve zumindest in der Eurozone leicht ab.

Der Jahresvergleich fällt naturgemäß drastischer aus: Vergleicht man den August 2009 mit dem August letzten Jahres, dann unterschreitet die derzeitige Produktion das Niveau des Vorjahres in der Eurozone um 11,3 % und in der EU27 um 11,1 %.

Vergleich mit Juli 2009

Soweit die Mitgliedstaaten bereits August-Daten abgeliefert haben, stieg die Produktion in fünf Mitgliedstaaten an. In sieben Mitgliedstaaten sank sie jedoch. Über die höchsten Zuwächse konnten sich Deutschland (+4,2 %), die Slowakei (+3,6 %) und Schweden (+2,9 %) freuen; die stärksten Rückgänge hatten Rumänien (-7,9 %), Bulgarien (-3,6 %), Spanien und Frankreich (je -1,6 %) zu verschmerzen.
Im Hochbau fiel die Bautätigkeit in der Eurozone um 1,2 % und in der EU27 um 0,7 %, nach -1,4 % bzw. -0,1 % im Juli. Im Tiefbau nahm die Bautätigkeit in der Eurozone um 4,1 % und in der EU27 um 3,0 % zu, nach -3,0 % bzw. -2,4 % im Vormonat.

Vergleich mit August 2008

Gegenüber dem August letzten Jahres stieg die Produktion im Baugewerbe in vier Mitgliedstaaten an. In acht Mitgliedstaaten ging der ausstoß zurück. Die höchsten Zuwächse verzeichneten Polen (+9,9 %), Schweden (+9,5 %) und Deutschland (+1,9 %); die stärksten Rückgänge wurden aus Rumänien (-29,0 %), Spanien (-21,1 %) und Slowenien (-19,6 %) gemeldet.

Im Hochbau nahm die Bautätigkeit in der Eurozone um 15,9 % und in der EU27 um 15,0 % ab, nach -12,2 % bzw. -13,2 % im Juli. Im Tiefbau stieg die Bautätigkeit in der Eurozone um 3,5 % und in der EU27 um 5,2 % an, nach -2,2 % bzw. +0,6 % im Vormonat.

(Eurostat/ml)