Bauwirtschaft
Beim Wohnungsneubau bleiben die Aussichten düster

Der Wohnungsneubau in Deutschland hat im Jahr 2008 mit rund 156.000 neu errichteten Wohnungen einen historischen Tiefstand erreicht, mahnt die KfW Bankengruppe. Im europäischen Vergleich werden damit in Deutschland, bezogen auf die Einwohnerzahl, die wenigsten Wohnungen gebaut. Eine ähnlich negative Entwicklung zeichne sich bei den Wohnungsbauinvestitionen für das Jahr 2009 insgesamt ab. Im zweiten Quartal 2009 sanken laut KfW die realen Wohnungsbauinvestitionen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,4 %.

Der von der KfW Bankengruppe regelmäßig exklusiv für die Wirtschaftswoche berechnete KfW-Indikator Eigenheimbau deutet auf eine Erholung auf niedrigem Niveau hin. So ist der Index im September 2009 auf 34,3 Punkte gestiegen, dies sind 4,3 Punkte mehr als im September des vorigen Jahres.

Da die allgemeinen konjunkturellen Risiken immer noch als hoch einzuschätzen sind, sei für das gesamte Jahr 2009 dennoch nicht mit einer durchgreifenden Besserung beim Wohnungsneubau zu rechnen, so die KfW-Ökonomen. Deshalb sei davon auszugehen, dass sich die Schere zwischen dem auch zukünftig weiter steigenden Wohnungsbedarf und der Neubautätigkeit weiter vergrößern werde.

(KfW/ml)