PwC-Logistikstudie
Angreifer nehmen transnationale Lieferketten ins Visier

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Hackerangriffe sind gefährlicher als Terroranschläge

Branchenexperten erwarten, dass global vernetzte Lieferketten bis 2030 zunehmend ins Visier von Terroristen, Piraten und Cyberkriminellen geraten. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie Transportation & Logistics 2030 – Securing the supply chain von PricewaterhouseCoopers (PwC) und dem Supply Chain Management Institut (SMI) an der EBS Business School. Befragt wurden weltweit 80 Branchenexperten.

Als Folge der wachsenden Bedrohung könnten laut PwC die Sicherheitsausgaben der Transport- und Logistikunternehmen deutlich steigen. Außerdem erwarten die Experten längere Transportzeiten auf Grund schärferer Sicherheitsvorkehrungen (Eintrittswahrscheinlichkeit: 64 %) und befürchten, dass die besondere Gefährdung bestimmter Regionen zu einer Verlagerung von Handelsrouten führen wird (Eintrittswahrscheinlichkeit: 61 %). Darüber hinaus könnten Anschläge auf bestimmte, stark frequentierte Knotenpunkte die Volkswirtschaften der angrenzenden Regionen destabilisieren (Eintrittswahrscheinlichkeit: 49 %).

„Unternehmen müssen zum Schutz ihrer Lieferkette alle denkbaren Gefahrenszenarien analysieren und geeignete Gegenmaßnahmen entwickeln. Dabei geht es nicht nur um Prävention, sondern auch darum, Alternativen für den Ernstfall zu entwickeln. So sollte jedes Unternehmen darauf vorbereitet sein, den Ausfall eines Zulieferers schnell kompensieren zu können“,

betont Klaus-Dieter Ruske von PwC. Die Studie kann man bei PwC kostenlos herunterladen (PwC/sp).