Dass ihr Unternehmen über ausreichend interne Kapazitäten zur Aufdeckung und Verfolgung von Cyberstraftaten verfügt, bezweifeln gut sechs von zehn Befragten. Das ist eines der ziemlich bedenklichen Ergebnisse, die die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers aus der Global Economic Crime Survey 2011 zieht. Eine Erklärung für den Pessimismus liefert PwC gleich mit.
Global Economic Crime Survey 2011: Für die Chefetagen ist Cyberkriminalität kein Thema
Dem Unternehmen zufolge könnte eine Erklärung die geringe Aufmerksamkeit sein, die man in den Vorstandsetagen für Cyberkriminalität übrig hat: 15 % der Befragten gaben an, dass diese Risiken auf Vorstandsebene noch gar nicht überprüft worden seien, 26 % konnten zu diesem Aspekt keine Angaben machen.
Auch in puncto Mitarbeiterschulung sieht es mager aus: Laut PwC gaben 40 % der Befragten an, in den vergangenen zwölf Monaten kein Training gegen Cyberkriminalität erhalten zu haben. Über ein Face-to-Face-Training berichtete sogar nur jeder vierte Befragte; und nur jedes dritte Unternehmen schult seine Mitarbeiter im Umgang mit möglicherweise sensiblen Daten in sozialen Netzwerken oder kontrolliert die Nutzung von Facebook & Co.
Besonders bedenklich: Nach Angaben von PwC haben annähernd 60 % keine Informations- und Kommunikationsstrategie für den Ernstfall – und das, obwohl Image- und Reputationsschäden aus Sicht von 40 % der Befragten das größte Risiko der Cyberkriminalität darstellen.
Die (englischsprachigen) Resultate der Studie vom November 2011 können Sie bei PwC über die Seite www.pwc.de/crime-survey-2011 kostenlos herunterladen. (Quelle: PwC/sp)