Der französische Sicherheitsanbieter HarfangLab hat für seine EDR-Lösung ein BSI-Zertifikat erhalten. Damit positioniert sich das Unternehmen als europäische Alternative zu den dominierenden US-Anbietern im Bereich Endpoint Security.

Endpoint Detection: BSI-Zertifikat schafft Vertrauen bei KRITIS
Marius Holmer, verantwortlich für den deutschsprachigen Markt bei HarfangLab, erläutert im „heise meets …“-Podcast, warum das BSI-Zertifikat gerade für öffentliche Auftraggeber und Betreiber kritischer Infrastrukturen einen hohen Stellenwert hat. Die Zertifizierung spiegele das Engagement des Unternehmens für den deutschen Markt wider.
Datensouveränität: On-Premise-Option sichert sensible Branchen ab
HarfangLab startete als reiner EDR-Anbieter (Endpoint Detection and Response) und hat sein Portfolio in den vergangenen eineinhalb Jahren um eine Endpoint Protection Platform sowie ein Attack Surface Management erweitert. Die Entwicklung geht in Richtung XDR bzw. Workspace Detection and Response – allerdings ohne den Anspruch, eine komplette Security-Plattform abzubilden.
Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal: Die Datenhaltung bleibt in Europa, Unternehmen haben die Wahl zwischen einer Cloud- und einer On-Premise-Variante. Letzteres sei für Branchen wie den Verteidigungssektor oder KRITIS-Betreiber oft entscheidend. Zudem setzt HarfangLab auf Transparenz – Kunden sollen nachvollziehen können, wodurch ein Alarm ausgelöst wurde, statt auf eine „Blackbox“ zu stoßen.
Partnerstrategie: Lokale Dienstleister übernehmen den Kundenkontakt
Für den Markteintritt in der DACH-Region setzt Holmer auf ein Partnermodell: HarfangLab liefert die Lizenz, lokal verankerte Partner übernehmen die Dienstleistung vor Ort. In den ersten sechs Monaten konnte das Unternehmen nach eigenen Angaben bereits über 20 Kunden im deutschsprachigen Raum gewinnen – viele davon im öffentlichen Sektor, weshalb konkrete Namen nicht genannt werden.
Für das laufende Jahr kündigt Holmer zwei weitere Produktergänzungen an. Gleichzeitig baut die Firma ihr Vertriebsteam aus, um Partner stärker zu unterstützen und neue Projekte zu identifizieren. Alle Details zur europäischen EDR-Strategie gibt es im „heise meets …“-Podcast.