Beim Aufbau eines Clusters mit HPE VM Essentials entscheiden Details über die Stabilität und Hochverfügbarkeit. Zeitsynchronisation, Netzwerktrennung und die passende Storage-Wahl zählen zu den kritischen Stellschrauben im laufenden Betrieb.

HPE VM Essentials: Cluster-Aufbau erfordert saubere Planung
In der aktuellen Folge des Podcasts „IT auf die Ohren – IT TEC“ sprechen Michael Ettengruber und Marcel Bücker von Hewlett Packard Enterprise mit Oliver-André Auf der Heide von der IOK über den Cluster-Aufbau mit HPE VM Essentials.
Zeitsynchronisation: NTP-Fehler sprengen den gesamten Cluster
Drei HVM-Nodes bilden die Mindestgröße für ein produktives Set-up. Vor dem Aufbau des Clusters steht jedoch die einheitliche Zeitquelle. Läuft ein Host mit abweichendem Zeitstempel zurück in den Verbund, droht ein Systemausfall – ein Ausfall, den Bücker aus der Praxis schildert.
Ettengruber bringt es auf den Punkt: Ein zentraler NTP-Server gehört seiner Meinung nach zum Pflichtprogramm, sonst folgen „Gram und Ungemach“. Parallel verlangt der Cluster eine strikte Trennung von Management-, Storage- und Compute-Traffic über dedizierte Bonds.
Storage-Wahl: GFS2 sichert produktive Workloads ab
Für das Shared Storage stehen NFS, GFS2 und das HPE-Alletra-MP-Plug-in zur Verfügung. NFS eignet sich für Tests und Proof of Concepts. Im Produktivbetrieb empfehlen die Experten den Einsatz von GFS2 über Fibre Channel oder iSCSI – je nach vorhandener Infrastruktur.
Wichtig: Ein GFS2-Volume muss als Heartbeat-Datastore aktiviert werden. Das integrierte Fencing verhindert ein Split-Brain-Szenario, indem es im Zweifel den Dienst komplett stoppt, statt inkonsistente Entscheidungen zuzulassen.
Ein häufig übersehener Schritt betrifft den VME-Manager selbst. Bleibt er auf einem lokalen Datastore, fällt mit dem Host die komplette Verwaltung aus. Die Verlagerung auf Cluster-Storage erfolgt im laufenden Betrieb über ein Reconfigure – vorausgesetzt, die Root-Credentials der Manager-VM sind bekannt.
Storage-Plug-ins wie jene für die HPE-MP-Reihe ermöglichen VM-Administratoren eine kontrollierte Teilhoheit über das Storage-Array, ohne tiefgehende Kenntnisse der zugrunde liegenden Storage-Infrastruktur zu erfordern. Das reduziert Fehlerquellen und entlastet den Storage-Admin.
In der nächsten Folge stehen die Neuerungen der Version 9 im Mittelpunkt. Alle Details zum Cluster-Aufbau liefert die aktuelle Episode des Podcasts „IT auf die Ohren“.