Druckserver kosten Unternehmen jährlich Tausende Euro pro Instanz. Der US-Anbieter Vasion, vielen noch als PrinterLogic bekannt, ersetzt die klassische Infrastruktur durch eine cloudnative SaaS-Plattform mit Automatisierungsfunktionen.

Druckinfrastruktur: Cloud-Plattform ersetzt Hunderte Druckserver
Im „heise meets …“-Podcast erklärt Ryan Wedig, Gründer und CEO von Vasion, warum aus PrinterLogic mehr wurde als ein Druckmanagement-Anbieter. Sieben Jahre Entwicklung und rund 100 Millionen Dollar flossen in die neue Plattform.
Kostenersparnis: Cloud-Ansatz eliminiert komplette Serverlandschaften
Als frühes Referenzprojekt nennt Wedig das US-Heimatschutzministerium, wo sich die Zahl der Druckserver von 400 auf einen einzigen reduzierte. Bei rund 4.000 Dollar Betriebskosten pro Server und Jahr summierten sich die Ausgaben auf 1,6 Millionen Dollar – der Return on Investment lag bei unter sechs Monaten.
Ein zweiter Pluspunkt ist die Sicherheit: Vasion setzt auf zentral verwaltetes Direct-IP-Printing. Druckaufträge bleiben lokal, nur Telemetrie-Metadaten wandern in die Cloud. Damit entfallen Angriffsvektoren wie das bekannte #PrintNightmare-Szenario.
Automatisierung: Ein Agent verbindet Druck und Workflows
Vasion installiert auf 30 Millionen Endgeräten bei 14.000 Kunden einen Agenten. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben die einzige FedRAMP-konforme Druckmanagement-Lösung weltweit und darf Cloud-Dienste für das US-Verteidigungsministerium bereitstellen.
Über die Funktion „Send to Vasion“ landen Dokumente per „Datei drucken“-Befehl direkt in Workflows. Ein KI-Tool erkennt Signaturfelder automatisch, verteilt das Dokument und startet nach dem Rücklauf weitere Prozesse – ohne manuelle Uploads oder Downloads.
Beim Thema KI-Integration bleibt Wedig pragmatisch: Rund 90 Prozent aller Geschäftsprozesse laufen deterministisch ab. Vasion bindet über AWS Bedrock verschiedene Modelle an, hersteller- und anbieterunabhängig. Kunden sehen für jeden Workflow-Schritt die anfallenden Kosten und entscheiden, wo sich KI wirtschaftlich lohnt.
Details zur Plattform, zu Sicherheitszertifizierungen und zur Rolle von SAP-Integrationen erläutert Ryan Wedig in unserer aktuellen Podcast-Folge.