Database

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Mehr als Zellen und Zeilen

Von Ralph Ammann/Gerald Strömer

Das englische Wort „Database“ (DB) steht in der Informatik meist für „Datenbank“. Eine Datenbank ist generell ein System zur Verwaltung elektronischer Daten. Sie soll einerseits große Mengen davon effizient, widerspruchsfrei und dauerhaft speichern und sie soll diese Daten andererseits in bedarfsgerechten Teilmengen anfragenden Anwendungen oder Benutzern in der jeweils benötigten Form bereitstellen.

Ein Datenbanksystem besteht neben dem Server aus einer Verwaltungssoftware, der Database Management Software, (DBMS) und der eigentlichen Datenbank (DB). Aufgabe der DBMS ist die effiziente, strukturierte Organisation der in der DB gespeicherten Daten sowie die Kontrolle und Verwaltung aller Lese- und Schreibzugriffe.

Umfangreiche Adressdatenbanken werden oft bei der Neukundengewinnung benötigt. Lieferantenverzeichnisse und Ausschreibungsdatenbanken zählen zu den gesuchten Adressen im Web.

Die Daten werden nach einem vorgegebenen Ordnungsschema einzeln oder miteinander verknüpft gespeichert und abgerufen. Neben textbasierten Formen gibt es auch Bilddatenbanken, solche mit Audio- und Videodateien sowie Varianten aus zusammengesetzten Dokumenten. Man unterteilt Datenbankverwaltungssysteme nach ihrer Arbeitsweise meist in

  • relationale,
  • objektrelationale und
  • Objektdatenbanken.

Objektdatenbanken

Eine Objektdatenbank (ODBMS) bildet ein Objekt der Realwelt (z.B. ein Auto) mit den dazugehörigen Attributen (z.B. Besitzer, Farbe, Alter, Kilometerstand) ab. Nach diesem grundsätzlichen Modell werden sämtliche Bestände in der DB organisiert.

Relationale Datenbanksysteme

Relationale Datenbanksysteme werden als die bekannteste und meistverwendete Form eines DBMS als derzeitiger Industriestandard angesehen. Bei einem Relational Database Management System (RDBMS) sind die Informationen auf verschiedene Tabellen (Relationen) verteilt. Denn ein RDBMS ist im Prinzip eine Sammlung voneinander unabhängiger Tabellen mit informativen Datensätzen, die beliebig verknüpft oder abgerufen werden können. So gäbe es z.B. eine Tabelle „Besitzer“, eine Tabelle „Farbe“, eine Tabelle „Alter“ und eine Tabelle „Kilometerstand“, deren Datensätze je nach Bedarf miteinander verknüpft werden können. Dies schafft eine große Flexibilität, die besonders bei sehr umfangreichen Datenmengen von Vorteil ist.

Objektrelationale Datenbanksysteme

Objektrelationale Datenbanksysteme (ORDBMS) kann man sich als Bindeglied oder Schnittstelle zwischen relationalen und Objektdatenbanken vorstellen. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn Objekte mit relationalen Daten oder anderen Objekten in Beziehung gesetzt werden müssen. Relationale und objektrelationale Datenbanksysteme weisen eine große Ähnlichkeit auf. Oft wird auch nur eine objektorientierte Zugriffsschicht über eine „echte“ relationale Datenbank gelegt.

ORDBMS kommen z.B. bei der Erfassung geografischer Daten in Geoinformationssystemen (GIS) oder bei XML-Datenbanken und -Dokumenten zum Einsatz.

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