David Sosnik (ASUS) über Mesh

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Lyra-Repeater-Line-up statt Mesh-Experimente

Von Dr. Harald Karcher

David Sosnik, Produktmanager WLAN, NAS bei ASUS definiert Mesh so: „Ein typisches Mesh-System unterstützt unserer Meinung nach unterbrechungsfreies Roaming mit nur einem Netzwerknamen (SSID) für den Client, der sich von A nach B bewegt – was eine Kommunikation der Access Points über den Client-Status per WLAN erfordert, wobei immer der aktuell stärkste Access Point die Verbindung zum Client stellt. Des Weiteren besteht ein Mesh-System aus mindestens zwei dezentralen Einheiten, und die Erweiterbarkeit sollte gegeben sein. Im aktuellen Firmware-Stand unterstützen unsere Lyra-Systeme bereits fünf Access Points, eine weitere Erhöhung wird aktuell getestet. ASUS bietet mit dem aktuellen Router & Repeater Line-up die Funktion Ai-Roaming an: Falls für Router & Repeater eine identische Kombination von SSID und WLAN-Passwort gesetzt wurde, kann konfiguriert werden, ab welcher Funkstärke die Verbindung getrennt werden soll. Der Client verbindet sich dann neu mit dem ‚stärkeren‘ WLAN. Da es hier allerdings unter anderem zu einer Unterbrechung kommt, bezeichnet ASUS dieses System nicht als Mesh-System.“

Mesh-Vorteile sieht Sosnik vor allem für den Endanwender. Denn der bekommt nun „endlich eine WLAN-Lösung, die zum einen die gesamte Wohnfläche abdeckt und zum anderen sehr performant bis in den letzten Winkel ist. Etwa 40 % der WLAN-Nutzer in Deutschland geben an, dass ihr WLAN zu Hause zu schwach ist. Jedoch ist es auch häufig so, dass die Endverbraucher sich mit der Situation abgeben, da das WLAN-Thema zu komplex scheint.“ Durch proaktive Ansprache des Kunden via Händler könne „sehr viel zusätzlicher Umsatz beim Produktverkauf und im Service generiert werden – was letztendlich auch den Kunden binden wird, denn er will eine Lösung.“

Mesh-Interviews001-David-Sosnik.jpg David Sosnik, Produktmanager WLAN, NAS bei ASUS (Bild: Asus)

Mesh-Nachteile für End-User? Auch dazu lässt sich Sosnik einen Satz entlocken: „Der Endanwender hat den Nachteil, dass die in Deutschland beliebten All-in-one-Geräte (Modem, Router, VoIP, DECT etc.) keine Mesh-Systeme sind und deshalb das Mesh-System immer zusätzlich zu den Geräten betrieben werden muss.“ Zu guter Letzt: Nachteile von Mesh für Händler und Integratoren? Sosnik bleibt keine Antwort schuldig: „In die proaktive Ansprache des Endanwenders muss investiert werden, was sich aber letztendlich lohnen wird.“

Dieses Interview in voller Länge gibt es in der WiFi-WLAN-Sammlung von Dr. Harald Karcher.

WLAN-Experten definieren Mesh-Netze:

Die Einleitung dazu erklärt die entsprechenden WLAN-Architekturen im Überblick. Die Fortsetzung berichtet, wie sich im AVM, Eero, Google, Luma und Orbi im Praxistest geschlagen haben.

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