Das Gesetz der Anziehung im Marketing

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Wie groß ist die Anziehungskraft Ihres Unternehmens?

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Von Andreas Franken, Franken-Consulting

Wenn der Vertrieb um jeden Kunden kämpfen muss, macht die Geschäftsführung etwas falsch. Die Anziehungskraft von Produkten, Dienstleistungen und Unternehmen ist ein wesentliches Element einer jeden Marketing-Strategie. Am besten überprüfen Sie im Selbsttest die Anziehungskraft Ihres Unternehmens.

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Anziehungskraft messen und steigern

Alle Unternehmen müssen sich im Wettbewerb mit anderen vergleichen – die Kunden machen das schließlich auch. Dieses Benchmarking erstreckt sich über eine große Zahl von relevanten Kennzahlen. Von hoher Bedeutung für den Unternehmenserfolg sind die Eigenschaften Attraktivität und Bekanntheit.

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Andreas Franken ist als Unternehmensberater spezialisiert auf die Themen Strategie, Marketing und Vertrieb. Seine Berufserfahrung erstreckt sich über mehr als 30 Jahre, und er veröffentlicht regelmäßig Fachartikel zu Managementthemen. Zur eigenständigen Optimierung von Unternehmen bietet er seinen Neun-Punkte-Plan zum kostenlosen Download.
Andreas Franken, Franken-Consulting, Ortbeckstraße 5, 45894 Gelsenkirchen; Telefon 0209-3187586, Telefax 0209-3187581, af@franken-consulting.org, www.franken-consulting.org

Attraktivität

Die Beurteilung von Attraktivität obliegt stets dem subjektiven Empfinden des Beurteilenden. Es gibt keine objektiven Merkmale. Die Unternehmensattraktivität und auch die Attraktivität von Produkt- und Dienstleistungsangeboten müssen demnach so kreiert sein, dass die jeweiligen Zielgruppen hierauf reflektieren. Ein Unternehmen, das z.B. Mode, ein Auto oder auch eine Dienstleistung anbietet, muss von der im Fokus stehenden Zielgruppe im Vergleich zum direkten Wettbewerb als (besonders) attraktiv wahrgenommen werden. Diese subjektiv wahrgenommene Attraktivität kann sich auf verschiedenste Merkmale beziehen: Design, Qualität, Zuverlässigkeit, Preis etc. bei der Betrachtung dieses Punktes ist die Frage zu beantworten, warum ein Kunde gerade unser Angebot dem des Wettbewerbs vorziehen sollte.

Bekanntheit

Der Punkt Bekanntheit wird mit steigender Attraktivität immer wichtiger. Eine große Bekanntheit eines unattraktiven Unternehmens ist ebenso wenig zielführend wie eine sehr hohe Attraktivität ohne Bekanntheit. Auch in puncto Bekanntheit gilt die Fokussierung auf die relevanten Kundensegmente.

Franken-Consulting Unternehmensberatung Anziehungskraft Marketing.jpg Quadranten der Anziehungskraft (Bild: Franken-Consulting)

Wie die Grafik zeigt, ist die Resultierende aus Attraktivität und Bekanntheit eine Linie, die als „Grad der Anziehungskraft“ bezeichnet werden kann. Der Grad der Anziehungskraft beginnt in der Grafik links unten und reicht bis nach rechts oben, wobei rechts oben die Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungsangebote vorzufinden sind, die bei den Zielgruppen sowohl als äußerst attraktiv wahrgenommen werden als auch bekannt sind und sich somit durch eine hohe Anziehungskraft auszeichnen. Beispiele für solche Unternehmen, die im Quadranten rechts oben angesiedelt sind, wären Apple oder Microsoft. Der Quadrant rechts unten steht für eher unattraktive, aber bekannte Unternehmen wie beispielsweise Karstadt, und der Quadrant links oben beheimatet viele Unternehmen mit exzellentem Potenzial, die aber ihre Zielgruppen nicht optimal erreichen. Davon, in welchen Quadranten ein Unternehmen einzuordnen ist, hängen die einzuleitenden Maßnahmen ab: Steigerung der Attraktivität oder Erhöhung der Bekanntheit.

Fazit: Nicht den Vertrieb scheuchen, sondern die Strategie ändern

Hierdurch wird deutlich, dass es wenig sinnvoll ist, Mängel in der Attraktivität und/oder hinsichtlich der Anziehungskraft durch einen „besonders engagierten“ Vertrieb heilen zu wollen. Unattraktive Angebote kann man auch mit sehr motiviertem und begabtem Vertriebspersonal nur durch Preisnachlässe oder sonstige Zugeständnisse (zulasten der Marge) verkaufen, und mangelnde Bekanntheit zwingt den Vertrieb im Vermarktungsprozess jedes Mal aufs Neue, bei Adam und Eva zu beginnen, wogegen eine hohe Anziehungskraft von Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen dafür sorgt, dass Kunden von selbst kommen. In solch einem Fall kann auch ein Vertrieb mit durchschnittlichen Fähigkeiten exzellente Ergebnisse erzielen.

Anziehungskraft im Online-Selbsttest
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Die aktuelle Studie „Bought not sold: Marketing and selling to digitally empowered business customers“ der Unternehmensberatung Bain offenbart, dass rund 70 % der Kaufentscheidungen im B2B-Vertrieb bereits vor dem Erstkontakt mit dem Verkäufer fallen. Diese Erkenntnis macht ein Nachdenken über Wettbewerbsvorteile sowie die eigenen digitalen Fähigkeiten als Unternehmen erforderlich. Unternehmen sollten an ihrer Wettbewerbsvorteilsbasis arbeiten, um ihre Attraktivität zu erhöhen und ihre Bekanntheit mit klugen, modernen (digitalen) Techniken steigern.

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