Fernwartung via M2M

Aus MittelstandsWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Kompressor ruft Techniker

Von Diane Schulte, PR-Partner Köln

Wenn industrielle Großanlagen ausfallen, ist das nicht nur für die Betreiber ein großes Ärgernis. Auch für Hersteller ist die Reparatur und Wartung sehr aufwändig – vor allem dann, wenn die Anlage am anderen Ende der Welt steht. Um diesen Aufwand zu verringern, setzt das mittelständische Unternehmen Bauer Kompressoren auf eine Machine-to-Machine-Lösung (M2M). Der Spezialist für die industrielle Aufbereitung von Luft und Gas erhöht damit die Verfügbarkeit seiner Anlagen, senkt Wartungskosten und verbessert den Kundenservice.

Vor Einführung der Teleservice-Lösung war die technische Betreuung für Bauer eine große Herausforderung. Wenn z.B. der Kompressor in einer sibirischen Erdgastankstelle gewartet werden musste, legte der Servicetechniker des Münchener Unternehmens auf der Anreise lange Wege zurück. Um vorab Näheres über den Betriebszustand des Kompressors zu erfahren, war er auf die Fehlerbeschreibung des Betreibers angewiesen. So konnte der Techniker nur schwer in Erfahrung bringen, welche Ersatzteile benötigt wurden.

Weltweit erreichbare Maschinen

Das änderte sich durch die Vernetzung der Anlagen. Der Telekom-Premium-IT-Partner LUCOM entwickelte für Bauer eine M2M-Lösung, mit der die Kompressoren aus der Ferne bedient werden können. LUCOM stellt dafür ein VPN-Serviceportal und spezielle Mobilfunkrouter bereit, die direkt mit der Steuerungstechnik der Anlagen verbunden sind. Die Telekom sorgt mit ihrem flächendeckenden Mobilfunknetz, hoher Netzqualität und weltweiten Roaming-Partnerschaften für die verlässliche Übertragung von Messwerten, Statusmeldungen und Wartungszeiten. Dank flexibler M2M-Tarife und dem M2M Service Portal zur Verwaltung der SIM-Karten bleiben die Verbindungen stets transparent und die Kosten gering.

„Über das Mobilfunknetz sind unsere Anlagen auch in abgelegenen Gebieten der Welt immer erreichbar“, sagt Matthias Knöckelmann, der bei Bauer Kompressoren für die Administration der Teleservice-Infrastruktur zuständig ist. Über eine Steuerungssoftware können Kunden von Bauer oder die Servicetechniker aus der Ferne die Betriebsdaten der Kompressoren einsehen oder Einstellungen justieren – z.B. dann, wenn veränderte Umgebungseinflüsse eine Anpassung erfordern. Und sollte doch der Einsatz vor Ort nötig sein, wissen die Techniker vorab genau Bescheid über den Zustand der Anlage.

Alarmierung per SMS

Durch die automatisierte Kontrolle der übermittelten Daten behält die M2M-Lösung die Anlagen stets im Blick. Sobald die übermittelten Messwerte und Statusmeldungen auf eine Störung deuten, sendet die Lösung eine E-Mail oder SMS an die verantwortliche Stelle. Die Techniker von Bauer oder deren Kunden erkennen Störungen dadurch schneller und können zeitnah reagieren.

Das Resultat: Die Ausfallzeiten der Maschinen sinken – ebenso wie die Personal- und Reisekosten der Serviceabteilung. Bereits nach wenigen Monaten hatte sich für Bauer die Investition in das Fernwartungskonzept amortisiert.

Nützliche Links