Keyword-Analyse für PR-Profis

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Nur was gesucht wird, kann gefunden werden

Von Melanie Tamblé, ADENION GmbH

Das Internet bietet im Zeitalter von [[Web_2.0|Web 2.0] mit Presseportalen, [[Soziale_Netzwerke,_Teil_1|Social Media] und Blogs zahlreiche Möglichkeiten PR-Texte für Journalisten, aber auch für Endkonsumenten direkt zugänglich zu machen.

Damit die Nachrichten in den Weiten des Netzes von den relevanten Zielgruppen auch bei Google & Co. gefunden werden, ist die suchmaschinenoptimierte Gestaltung des Textes wichtig. Der richtige Einsatz von Keywords (Suchwörtern) ist dabei das Zünglein an der Waage, um in den Trefferlisten der Suchmaschinen ganz weit nach oben zu klettern.

Auswahl und Analyse der Begriffe

Bevor der PR-Text verfasst wird, ist es sinnvoll, ein Brainstorming der wichtigsten Begriffe durchzuführen, die für die Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens stehen. Doch allgemeine Oberbegriffe oder komplizierte Fachbegriffe sind dabei nicht gefragt.

Es sollten Keywords genutzt werden, die ein Kunde in eine Suchmaschine eingeben würde, wenn er nach Informationen sucht. Ein Kunde würde z.B. eher nach „Mode“, anstatt nach „Bekleidung“ suchen. Ebenso ist der Begriff „Alufelgen“ näher liegend als „Leichtmetallräder“. Auch die Formulierung in Einzahl oder Mehrzahl spielt eine große Rolle. Beispielsweise suchen weit weniger Internet-User nach dem Wort „Uhr“, als nach der Pluralform „Uhren“.

Hilfreich für die Auswahl der zusammengetragenen Wörter sind Keyword-Analysetools, die die Begriffe nach ihrer Suchmaschinenrelevanz auswerten.

  • Google Adwords z.B. gibt Auskunft über die durchschnittlichen Suchanfragen für bestimmte Suchworte und schlägt alternative, thematisch ähnliche Begriffe vor,
  • Google Trends zeigt das Suchaufkommen verschiedener Begriffe im Vergleich und
  • Google Search Insights entschlüsselt das Suchaufkommen regional.
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Nützlich ist auch zu überprüfen, wie weit die Konkurrenzsituation für verschiedene Begriffe ist. Falls es bereits viele Einträge zum gewählten Keyword in den Suchmaschinen gibt, ist es unter Umständen sinnvoller, einen gleichwertigen Begriff zu wählen, der ein ähnlich hohes Suchaufkommen hat, aber bei dem die Wettbewerbsdichte geringer ist.

Eine andere Möglichkeit ist ein beliebtes Keyword in eine Begriffskombination umzuformulieren (z.B. „Mode für Frauen“, anstatt nur „Mode“). Dann stehen die Chancen höher, eine möglichst gute Position in den Ergebnislisten zu erlangen.

Pressemitteilungen mit Keywords optimieren

Der effektivste Weg die Öffentlichkeit über eine neue Produktreihe, eine Veranstaltung oder über andere Neuerungen eines Unternehmens zu informieren, ist die Veröffentlichung einer Pressemitteilung. Eine ideale Möglichkeit, um Pressemitteilungen weitläufig zu veröffentlichen, bieten Gastbeitrag:Presseportale im Internet. Damit die Informationen von den Suchmaschinen gefunden werden, ist es wichtig, hier die richtigen Keywords zu verwenden. Nur das, was gesucht wird, kann auch gefunden werden.

Serie: Online-Presseportale

  • Teil 1 sagt, was sich zwi­schen Twit­ter, You­Tube und Fo­ren für Firmen­nach­richten im Web ge­ändert hat.
  • Teil 2 listet die ver­füg­baren Presse­portale im Inter­net auf, mit einem prak­ti­schen Kurz­kom­men­tar zu jedem Eintrag.
  • Ein Extra-Beitrag er­klärt, wie Reich­weiten zu be­ur­teilen sind, und gibt hand­feste Tipps für den Gebrauch.

Keywords sollten jedoch mit Bedacht eingesetzt werden. Sinnentleerte Texte mit aneinander gereihten Keywords verstoßen gegen die Veröffentlichungsregeln der meisten Presseportale. Zudem ist die Gefahr groß, dass Google diese Texte als Keyword-Spamming abstraft. Wichtige Keywords sollten daher immer nur in der richtigen Keyword-Density (Schlagwortdichte) und in inhaltlich sinnvollen und relevanten Zusammenhängen verwendet werden. Die Dichte liegt bei 2–5 %, d.h. zwei bis fünf Mal pro 100 Wörter.

Nützliche Links

Worauf man darüber hinaus beim Verfassen von Online-Pressemitteilungen achten sollte, erläutert das Whitepaper „Sieben goldene Regeln für Online-Pressemitteilungen“.