M2M-Mobilfunk

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In vier Sekunden zur Pizza

Von Diane Schulte, PR-Partner Köln

Mit der Lieferheld Express Box hat der Hunger keine Chance. Die M2M-Lösung des Start-up-Unternehmens Lieferheld beschleunigt und vereinfacht Bestell- und Lieferprozesse von Food-Delivery-Services. Die Lieferdienste profitieren außerdem von weniger Kosten und mehr Durchsatz.

Die Einsatzgebiete der M2M-Kommunikation (Machine to Machine) beschränken sich nicht länger auf Telematiklösungen im Logistikbereich oder Alarm- und Überwachungssysteme für Anlagenbetreiber. Das Ende 2010 gegründete Berliner Unternehmen Lieferheld setzt die Technik im Bereich Food-Delivery-Service ein. In Deutschland allein setzen Lieferdienste jährlich rund 2,5 Mrd. Euro um. Dabei bestellen immer noch 95 % der Kunden ihr Essen mit Papierflyer in der einen und Telefon oder Fax in der anderen Hand.

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Bei einer Be­stellung piepst die Box, bis der Liefer­service sie be­stätigt: Sekun­den später er­hält der Kunde eine Nach­richt mit der voraus­sicht­lichen Liefer­dauer. (Bild: Deutsche Telekom)

„Das geht auch einfacher und schneller“, dachte sich die Lieferheld GmbH. Im Rahmen einer Innovationspartnerschaft mit der Telekom entwickelte das Unternehmen die Lieferheld Express Box. Die Box können Restaurants einsetzen, die ihre Speisen und Getränke über das Portal www.lieferheld.de sowie die Lieferheld-Smartphone-App anbieten.

„Auf unserer Online-Plattform listen wir Food-Delivery-Services aus ganz Deutschland mit ihrem Angebot. Die Kunden stellen sich ihr Menü zusammen und zahlen es auf Wunsch gleich online“, erklärt Lieferheld-Geschäftsführer Fabian Siegel. Mit „Express“ gekennzeichnete Restaurants – aktuell sind es schon mehr als 1500 deutschlandweit – haben die Lieferheld Express Box aufgestellt. Damit landen Bestellungen innerhalb von nur vier Sekunden bei den Restaurants.

Die Order wird auf die Box geleitet und ausgedruckt, der Lieferservice bestätigt die Bestellung wiederum per Tastendruck direkt über die Box und gibt die Lieferzeit an. Diese Rückmeldung erhält der Kunde automatisch per E-Mail, SMS oder direkt online auf dem Lieferheld-Portal.

M2M statt Internet-Anschluss

Die Technik hinter dieser Geschäftsidee: die Machine-to-Machine-Kommunikation, kurz M2M. Sie überträgt Daten besonders schnell, sicher und günstig via Mobilfunk über ein spezielles Protokoll.

Für die Umsetzung des Projekts suchte Lieferheld nach einem Provider mit besonders gut ausgebautem Mobilfunknetz und entschied sich daher für die Telekom. Eine in jeder Box fest verbaute SIM-Karte des Providers stellt die Verbindung zu den Lieferheld-Systemen her. Da nur besonders kleine Datenpakete über ein spezielles Protokoll übertragen werden, sinken die Übertragungskosten.

Schnell bestellt bei Lieferheld: Mit den Smartphone-Apps ordern Kunden ihr Essen auch unterwegs. (Bild: Deutsche Telekom)

Darüber hinaus hat Lieferheld einen M2M-Tarif bei der Telekom gebucht. Die günstigen Mobilfunktarife reduzieren die Kosten weiter. Daraus ergeben sich gleich mehrere Vorteile für die Lieferdienste: Sie erwerben lediglich die Box – die Kosten für die Datenübertragung übernimmt Lieferheld. Außerdem sind die Restaurants dank des schnellen Datentransports in der Lage, mehr Bestellungen pro Stunde zu bearbeiten.

Die Box ist zudem günstiger als die Abwicklung per Fax. Sie wird übrigens nur an den Strom angeschlossen und ist sofort betriebsbereit. Ein Internet-Anschluss ist überflüssig. Dazu Fabian Siegel: „Mit vielen unserer Restaurant-Partner kommunizieren wir nur postalisch. Ohne M2M-Lösung könnten diese Firmen ihr Sortiment gar nicht im Internet anbieten, geschweige denn Online-Bestellungen abwickeln.“

Den Einsatz der Boxen kontrolliert Lieferheld über das M2M-Portal der Telekom. Jede Box hat eine eigene IP-Adresse und funkt alle zwei Minuten automatisch ein Signal, das zeigt, dass sie noch online ist. Lieferheld kann auf dem Portal auch das Datenvolumen kontrollieren und jede Box aus der Ferne konfigurieren, administrieren, sperren oder neue Software aufspielen.

Fazit: Kosten runter, Produktivität rauf!

„Das Projekt zeigt sehr gut, dass die M2M-Kommunikation immer mehr an Bedeutung gewinnt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Start-up-Firmen wie Lieferheld können damit ihre Produktivität steigern, Kosten reduzieren und vorhandene Ressourcen besser nutzen“, sagt Dirk Backofen, Leiter Marketing Geschäftskunden, Telekom Deutschland GmbH. Für Lieferheld geht das Konzept übrigens auf. Mit mehr als 5800 Lieferdiensten ist das Unternehmen die größte Restaurantplattform in Deutschland.

Nützliche Links

Weitere Informationen finden Sie unter dreisechsnull sowie auf www.lieferheld.de.