Werkskommunikation 2.0

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Wo bleibt die digitale Evolution in den Werken?

Von Christian Skradde, hl-studios GmbH

Zukunftsfähige Technologien, modernste Anlagentechnik, hochpräzise Informationstechnik – die unerlässlichen Treiber für Innovationen sichern die globale Wettbewerbsfähigkeit der Werke auf dem Hightech-Markt. Mittendrin eine bejahrte Pinnwand, die Mitarbeiter auf dem Laufenden halten soll. Werkskommunikation 2.0? Weit gefehlt! Dabei könnte es so einfach sein.

Kommunikation hat sich verändert. Wir chatten, sharen, simsen und liken rund um die Uhr, beruflich wie privat. Nur in den Werken scheint dieser Fortschritt stillzustehen: News und Interna werden dort noch überwiegend über Papierausdrucke vermittelt. Dabei sind in diesem Bereich die Möglichkeiten zur klassischen Kommunikation ohnehin begrenzt: Kaum ein Mitarbeiter sitzt am Computer, die Schichtarbeit bestimmt einen anderen Workflow und die Identifikation mit dem Unternehmen ist mangels Corporate Design gering. Wir befinden uns in einer konstanten Medienevolution, es ist Zeit, dass Altbewährtes abgelöst oder zumindest erweitert wird. Und das zahlt sich aus: Eine Umstellung auf digitale Medien ist nicht nur leicht zu implementieren, sondern auch äußerst effektiv.

Relikt reloaded – von der Pinnwand zur digitalen Kachel

So bieten digitale, intuitiv bedienbare Medien den großen Vorteil, dass man alles Relevante jederzeit bespielen kann: von Meldungen der globalen Standorte über regionale Werksinformationen und Bekanntmachungen des Betriebsrats bis zu einer Mitarbeiterbörse. Die Kombination von Alt und Neu verspricht dabei eine enorme Erleichterung.

Die Umwandlung vom analogem Papier zur digitalen Kachel hat gleich zwei entscheidende Vorteile: Zum einen können die Inhalte schnell und einfach thematisch gewechselt werden, zum anderen wird durch die Übertragung des Papierwand-Looks das Interface nahezu intuitiv bedienbar. Diese Symbiose ermöglicht eine Evolution zum zeitgerechten Touchscreen. Verglichen mit den Vorbehalten wäre es nachlässig, jetzt nicht darauf aufzusteigen.

140203 hl-studios Bogen Minimal.jpeg Der Meetingpoint als modularer Baukasten … (Bild: hl-studios, Erlangen)

140203 hl-studios Turbine Maximal.jpeg … kombiniert Touchscreens im Pinnwand-Look mit analogen Papier-Aushängen. (Bild: hl-studios, Erlangen)

Gilt es trotz dieser optimierten Anschaulichkeit, Hemmschwellen abzubauen, kann in einer Einführungsphase zum ersten Ausprobieren animiert werden, z.B. durch Schlagzeilen einer beliebten Tageszeitung oder den gehighlighteten Speiseplan, kombiniert mit Teasern zu Werksinfos.

Digitale Reißzwecken als Kommunikationskitt

Tatsache ist, dass in der heutigen Situation des Fachkräftemangels viele Unternehmen überlegen müssen, wie sie sich als Arbeitgeber für Bewerber und Mitarbeiter attraktiv präsentieren. Dazu gehört auch die Bereitstellung einer zeitgerechten Kommunikationsplattform. Digitale Medien bedeuten mehr als eine frontale Kommunikation. Sie können interaktiv auf allen Ebenen des Unternehmens und der Mitarbeiter genutzt werden, und es entsteht ein Austausch, der bislang nicht möglich gewesen ist. Darüber hinaus ist die digitale Informationsbereitstellung in ihrer Reaktionszeit schneller und kann standortübergreifend aktualisiert werden.

Christian Skradde.jpeg

Christian Skradde ist Berater für Multimedia bei der hl-studios GmbH, einer inhabergeführten Agentur für Industriekommunikation. Über 60 Mitarbeiter engagieren sich seit zwanzig Jahren an den Standorten in Erlangen und Berlin für Markt- und Innovationsführer im deutschsprachigen Raum. Das Portfolio reicht von Strategie und Konzeption über 3D/CGI-Animation, Print, Film, Fotodesign, Public Relations, Interactive online und offline, Apps, Touch-Applikationen, Messen und Events bis hin zur Markenführung.


hl-studios GmbH – Agentur für Industriekommunikation, Reutleser Weg 6, 91058 Erlangen, Tel.: 09131-7578-0, info@hl-studios.de, www.hl-studios.de

Fazit: Der Mensch im Mittelpunkt – zum Vorteil für den Arbeitgeber

Digitale „Aushänge“ sind nachhaltiger als E-Mails. Auch gewährleisten sie eine Messbarkeit der Interessenslage anhand der Klicks. Den Mitarbeiter zu kennen und dieses Wissen für sich zu nutzen, z.B. mit einer Umfrage über Tools, ist damit wesentlich komfortabler als in der Vergangenheit. Zudem öffnet eine moderne Interaktion die Möglichkeit zur Überwindung von sprachlichen Hürden – ein nicht unerheblicher sozialer Faktor, bedenkt man, wie viele Nationen in einem Werk zusammenkommen.

Dafür spricht auch das Konzept flexibler Meetingpoints, das sowohl Touchscreens als auch Mitarbeiter ins Zentrum rückt. Die modularen Systeme mit unterschiedlich großen Komponenten leiten sich ab aus der individuellen Formensprache eines Werks und transportieren das Corporate Design des Unternehmens in die Fertigungshallen: zur Identifikationsstiftung für Mitarbeiter und gleichzeitig zu Repräsentationszwecken für Besucher. Dabei können sich die Meetingpoints gezielt in vordefinierte Platzsituationen einfügen; Umbauprobleme entfallen. Es ist eine Evolution, die wenig kostet und von der letztendlich die Arbeitgeber profitieren.

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