Windows 10 for Business

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Microsoft verspricht Support auf zehn Jahre

Microsoft GmbH

Von Nicki Wruck, CIO H&D International Group

Seit 29. Juli 2015 bringt Microsoft sein neues Betriebssystem auch für Unternehmen auf den Markt. Windows 10 wird eine einheitliche Oberfläche auf PCs und Mobilgeräten zeigen, soll mehr Sicherheit bieten und Unternehmen auch mehr Handlungsspielraum bei funktionalen Updates geben. Das ist deshalb besonders wichtig, weil sich Microsoft mit Windows 10 von den großen Versionen verabschiedet; künftig soll es mehr kleinere, reaktionsschnellere Updates geben.

Das neue Betriebssystem in 10 Fragen und Antworten

Wie funktioniert das Update auf Windows 10 für Unternehmen?

Mit der Umstellung auf Windows 10 geht Microsoft den Weg des geringsten Widerstandes. Nutzer von Windows 7 und Windows 8.1 aktualisieren ihre Geräte auf das neue Betriebssystem über ein Update. Eine Neuinstallation ist bei diesen Versionen nicht notwendig – im Gegensatz zu Windows Vista. Für die Nutzung im Business kommt es darauf an, ob ein Lizenzvertrag für Windows besteht. Über die dort enthaltene Software Assurance ist Windows 10 inklusive. Unternehmen erhalten es entweder über den gewohnten Bereitstellungsprozess oder auch über Windows Update und den Microsoft Windows Server Update Service.

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Nicki Wruck übernimmt als CIO der H&D International Group die operative Gesamtverantwortung der zukünftigen strategischen Ausrichtung der IT-Landschaft im Unternehmen. Darüber hinaus koordiniert und steuert er alle relevanten IT-Prozesse. Er ist seit über zwölf Jahren in der IT-Branche unterwegs und hat vorher als IT Consultant Unternehmen hinsichtlich ihrer IT-Strategie beraten.


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Welche Anforderungen stellt Windows 10 an die Hardware?

Aufwand und Kosten sollen mit dem Update für Kunden so gering wie möglich sein. Deshalb stellt Microsoft keine großen Ansprüche an die Hardware. Die geplanten Voraussetzungen orientieren sich an den Mindestanforderungen von Windows 7 und 8. Um Windows 10 zu nutzen, müssen Unternehmen in der Regel daher keine neue Hardware anschaffen. Allerdings weist Microsoft darauf hin, dass unter Umständen einzelne Funktionen ein Software-Update der Gerätehersteller benötigen. Um sicherzugehen, führen Unternehmen vor der eigentlichen Umstellung ein Test-Deployment mit der eingesetzten Standardhardware und den verwendeten Treibern durch.

Sind Office- und Business-Software weiterhin nutzbar?

Wenn Unternehmen ein Inplace Upgrade durchführen (statt einer kompletten Neuinstallation) sind Office und andere betriebliche Software auch unter Windows 10 weiterhin nutzbar. Generell sollte jede Software, die mit Windows 8.1 zusammen gearbeitet hat, funktionieren. Natürlich sind wie bei jedem größerem Update Probleme im Einzelfall nicht auszuschließen. Hier ist es ratsam, im Zweifelsfall direkt beim Hersteller nachzufragen.

Gibt es auch Windows 10 in verschiedenen Versionen?

Das neue Betriebssystem erscheint in verschiedenen Versionen mit unterschiedlichem Funktionsumfang. Geplant sind Home, Pro, Enterprise und Education. Für Unternehmen sind Windows 10 Pro und Windows 10 Enterprise vorgesehen, wobei die Pro-Version im Business-Einsatz ausschließlich Kleinunternehmen vorbehalten ist. Entsprechend gibt es für mobile Endgeräte Windows 10 Mobile und Windows 10 Mobile Enterprise.

Dieter Rauscher (Senior Consultant bei H&D und Microsoft MVP) und Nicki Wruck (Chief Information Officer bei H&D) beantworten im YouTube-Video die zehn wichtigsten Fragen zu Windows 10 für Unternehmen.

Welche Kosten kommen auf die Unternehmen zu?

Anders als für Endanwender bietet Microsoft für Enterprise-Kunden prinzipiell kein kostenloses Update an – ausgenommen für Unternehmen mit Software Assurance. Wie die Preise für die anderen Geschäftskunden genau aussehen, steht noch nicht endgültig fest. Für Windows 10 garantiert Microsoft allerdings einen Support für die nächsten zehn Jahre. Das bedeutet für Unternehmen innerhalb dieses Zeitraums einen hohen Investitionsschutz und Planungssicherheit.

Was tut Windows 10 für die Sicherheit im Unternehmen?

In Sachen Sicherheit bietet Windows 10 einige wichtige neue Features. Neben einem verbesserten Windows Defender für die Abwehr und Erkennung von Malware führt Microsoft den Device Guard ein. Er stellt sicher, dass nur vom Unternehmen freigegebene Software auf den Geräten läuft. Zusätzlich sollen regelmäßige Sicherheits-Updates, die automatisch über Windows Update eingespielt werden, die Systeme schützen.

Welche Neuerungen bietet Windows 10?

Darüber hinaus stellt Microsoft den Ausliefervorgang neuer Updates grundlegend um. Insgesamt sollen diese schneller beim Nutzer ankommen und nicht mehr in größeren Abständen in Form von großvolumigen Service Packs erfolgen. Zusätzlich erhalten Unternehmen über unterschiedliche Servicemodelle mehr Kontrolle bei der Installation der Updates.

Microsoft führt mit dem neuen Betriebssystem die verschiedenen Stores von Windows und Windows Phone zusammen und ermöglicht eine Verwaltung auch über das Azure-Active-Directory-Konto. Im Store gibt es dann die Option Volume App Purchase, über die Unternehmen eine gekaufte App an mehrere Clients verteilen. Außerdem ist mit Windows 10 das Notification Center für alle Endgeräte verfügbar.

Bedeutet Windows 10 mehr Admin-Aufwand?

Nein, eher im Gegenteil: Unternehmen erhalten über die neuen Servicemodelle mehr Entscheidungshoheit bei funktionalen Updates. Wirken diese sich absehbar auf unternehmenskritische Systeme aus, haben Unternehmen über den Long Term Servicing Branch nun die Möglichkeit, diese Updates nicht auszuführen. Dann erhalten die Geräte ausschließlich kritische Updates und Sicherheitspatches.

Das zweite Servicemodell, der Current Branch, eignet sich für Endgeräte, die geringeren Sicherheitsanforderungen unterliegen und täglich zum Einsatz kommen. Funktionsupdates sind hier in der Regel weniger kritisch und werden daher schneller ausgeliefert. Darüber hinaus gibt Microsoft den IT-Abteilungen ein breites Set an Administrationstools an die Hand.

Was heißt „Eine Windows-Version für alle Endgeräte“?

Mit Windows 10 bringt Microsoft ein Betriebssystem auf den Markt, das sich sowohl für Desktop- als auch mobile Endgeräte eignet. Das User Interface ist zudem für alle Endgeräte gleich. Dadurch zielt Microsoft gerade im Unternehmenskontext auf den verstärkten Einsatz mobiler Endgeräte. Anwendungen sind über die verschiedenen Geräte hinweg leichter parallel zu nutzen.

Sollten Unternehmen auf Windows 10 umsteigen?

Mit Windows 10 kommt voraussichtlich die letzte Windows-Installationsversion auf den Markt. Die Kritikpunkte der Unternehmen an den Vorgängermodellen hat Microsoft weitgehend aufgegriffen und umgesetzt. Windows 10 stellt die Basis für den strategischen Wechsel auf „Windows as a Service“.

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