Laura Harabacz

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Qualifizierte Praktikanten, die genau zum Profil passen

Laura Harabacz ist war Vice President External Relations von AIESEC an der Free University of Bolzano (Bozen). Wir wollten von ihr wissen, welche Voraussetzungen ein Unternehmen erfüllen muss, um einen der hochqualifizierten Praktikanten von AIESEC einstellen zu dürfen und welche Vorteile daraus für beide Seiten entstehen. Ihre Erfahrung: Die Anforderung sind hoch, dafür wird aber auch einiges geboten. Die Studentenorganisation AIESEC versteht sich als internationale Plattform zur Ausbildung der Führungspersönlichkeiten von morgen. Über 23.000 Mitglieder an 1100 Universitäten in rund 110 Ländern umfasst die größte Organisation von Studenten für Studenten derzeit.

MittelstandsWiki: Wann und warum wurde AIESEC ausgerechnet in Bozen gegründet?

Laura Harabacz: Der ehemalige Vice President Outgoing Exchange des Lokalkommitees von AIESEC in München studiert in Bozen. In Italien gab es schon 20 Lokalkomitees von AIESEC, nur in Bozen war die Studentenvereinigung nicht vertreten. Also beschloss er, in Bozen ein Lokalkomitee zu gründen. Als wir AIESEC Bozen im September des vergangenen Jahres gründeten, waren wir nur eine Handvoll Mitglieder. Im Januar 2009 wurde unser Kommitee offiziell von AIESEC anerkannt. Inzwischen sind wir auf 19 Mitglieder angewachsen.

MittelstandsWiki: Welche Voraussetzungen muss ein Unternehmen mitbringen, damit es Praktikanten von AIESEC aufnehmen darf?

Laura Harabacz: Es gibt zwei Arten der Partnerschaft. Erstens sind die Unternehmen daran interessiert, einen Praktikanten aus dem Ausland für zwei bis 18 Monate aufzunehmen. Dazu wird eine detaillierte Stellenbeschreibung erarbeitet. Der Arbeitsplatz muss für den Praktikanten interessant sein und für seinen weiteren Berufsweg etwas bieten. Der Mindestlohn, den das Unternehmen dem Praktikanten zahlen muss, liegt in Bozen zwischen 650 und 700 Euro.

MittelstandsWiki: Welche Kosten entstehen noch für das Unternehmen?

Laura Harabacz: In Bozen wird eine einmalige Vermittlungsgebühr von 500 Euro erhoben.

MittelstandsWiki: Welche Vorteile ergeben sich für das Unternehmen, wenn es mit AIESEC eine Kooperation eingeht?

Laura Harabacz: Sie können auf das weltweite Netzwerk von AIESEC zurückgreifen und bekommen einen qualifizierten Praktikanten, der ganz genau zum Stellenprofil passt. Die Studenten werden von AIESEC auf das Praktikum gezielt vorbereitet und engagieren sich auch innerhalb der Studentenorganisation. Dabei erwerben sie organisatorische Fähigkeiten, Teamgeist und Softskills wie beispielsweise Public Speaking. Gleichzeitig sammeln sie Erfahrungen im Bereich Management und Führung.

MittelstandsWiki: Muss sich das Unternehmen um Visa, Wohnung, Anreise und Behördengänge kümmern?

Laura Harabacz: Nein! Neben der Vorbereitung auf die Kultur des Praktikumslandes übernehmen die Studenten des zuständigen Lokalkomitees diese bürokratischen Formalitäten und entlasten dadurch das Unternehmen, das einen Praktikanten einstellt.

MittelstandsWiki: Welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit AIESEC gibt es noch für die Unternehmen?

Laura Harabacz: Sie können sich bei Projekten an der Uni engagieren, z.B. als Gastredner oder als Sponsor, der auf Plakaten als offizieller Partner erscheint.

Das Interview führte Hans Klumbies.