Kommentar zum Gutachten

Idee vom Gesellschaftsvertrag trifft den Kern der Sache

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Als vorletzte Woche der Wissenschaftliche Beirat Globale Umwelt­veränderungen (WBGU) seinem Auftraggeber, der Bundesregierung, das Hauptgutachten mit dem vielsagenden Titel Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine Große Transformation überreichte, dachten viele: nicht schon wieder. In Zeiten wie diesen haben Gut­achter aller Art und Profession nämlich eine fatale Hochkonjunktur. Nichts, was nicht ausführlich bekaspert, aber am Ende der Debatte umso seltener erledigt wird. Im Falle des genannten Gutachtens ist die Skepsis jedoch unangebracht. Es nennt die Dinge beim Namen und scheut sich nicht, von den Bürgern und gesellschaftlichen Kräften Deutschlands Anstrengungen einzufordern. +++

Mittelstandsmonitor für EU-Vorhaben

Nur wer rechtzeitig informiert ist, kann Einfluss nehmen

Der Mittelstandsmonitor des Bundeswirtschaftsministeriums soll Mittelständler früher als bisher über wichtige EU-Vorhaben informieren und so in der Mitsprache stärken. In der aktuellen Monitorliste sind alle Vorhaben des aktuellen Arbeitsprogramms der EU-Kom­mis­sion für die Jahre 2011 bis 2014 aufgeführt, die kleine und mittlere Unternehmen (KMU) tangieren. Die Auswahl wurde vom Bundeswirtschaftsministerium zusammen mit Mittelstandsverbänden getroffen und nach dem Ampelprinzip gekennzeichnet. +++

Bundesnetzagentur

Leitfaden zum EEG-Einspeisemanagement

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Die Bundesnetzagentur hat heute ihren Leitfaden zum soge­nann­ten EEG-Einspeisemanagement veröffentlicht. Der Leitfaden erläutert, in welcher Reihenfolge und wann die verschiedenen Einspeiser erneu­erbaren Stroms ihre Einspeiseleistung vorübergehend reduzieren müssen, wenn mehr Strom erzeugt als verbraucht wird. Bisher wur­den in solchen Situationen vor allem Quellen für erneuerbaren Strom abgekoppelt, da deren Beiträge naturgemäß am stärksten schwan­ken, während konventionelle Kraftwerke konstante Strommengen liefern. Nun soll der Leitfaden dazu beitragen, dass auch in Zeiten des Stromüberangebots möglichst viel Strom aus nachhaltigen Quellen genutzt wird, ohne die Stabilität der Netze zu gefährden. +++

Erneuerbare Energien

Jobwachstum mit kleinen Dellen

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Im Jahr 2010 arbeiteten in Deutschland im Bereich der Erneuerbaren Energien 367.400 Menschen. Das sind rund 28.000 bzw. 8 % mehr als im Jahr 2009. Das zeigt, dass mit dem Ausbau der Erneuerba­ren Energien in Deutschland eine Industrie entwickelt hat, deren be­schäftigungspolitische Bedeutung kontinuierlich zunimmt. Zu die­sem Ergebnis kommen die Energieforscher aus der Systemanalyse am DLR-Institut für Technische Thermodynamik und ihre Projekt­partner. Allerdings wuchs die Zahl der Arbeitsplätze nicht in allen Bereichen der Erneuerbaren Energien. So gab es 2010 Jobverluste bei der Solarthermie und den anderen Wärmebranchen sowie der Windenergie. Shootingstar war hingegen die Photovoltaik. +++

Unternehmensgründungen

Migranten besitzen mehr Mut zur Selbstständigkeit

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Eine neue Studie des Instituts für Wirtschafts- und Kulturgeographie der Leibniz Universität Hannover und des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) belegt, dass Migranten mehr Mut zur Selbstständigkeit besitzen als Deutsche ohne Migrations­hin­ter­grund. So gründeten in den letzten dreieinhalb Jahren rund 7 % der Migranten in Deutschland ihr eigenes Unternehmen. Unter den ein­heimischen Deutschen waren es weniger als 5 %. Oft entspringt die­ser Mut jedoch einer gewissen Verzweiflung: Weil die Arbeitslo­sen­quote der Ausländer in Deutschland doppelt so hoch ist wie die deutscher Staatsbürger entscheiden sich naturgemäß auch mehr Migranten als Deutsche für die Selbstständigkeit als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit, so die Arbeitsmarktforscher. +++

Konjunkturprognose

Inländische Nachfrage gewinnt an Bedeutung

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Die deutsche Wirtschaft werde auch 2011 stärker wachsen als die meisten anderen Euro-Länder, prognostiziert das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Nach dem Rekordwachstum von 3,6 % im Jahr 2010 werde das Wachstum des preisbereinigten Brut­toinlandsprodukts im laufenden Jahr 2,7 % erreichen. 2012 wird das Wachstum allerdings an Fahrt verlieren und sich auf 1,4 % ver­lang­sa­men, glauben die DIW-Ex­per­ten. Allerdings gewinne die Binnen­nachfrage an Einfluß. So werde sich die Investitionstätigkeit in dem immer noch günstigen Zins­um­feld sehr dynamisch entwickeln. Dank der guten Arbeitsmarktlage wird nach Einschätzung der DIW-Ex­per­ten aber auch der Konsum zunehmend an Bedeutung gewinnen. +++

Informationsdienstleister

Verschlechterung der Geschäftslage trübt Stimmung

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Die Stimmung im Wirtschaftszweig Dienstleister der Informa­tions­gesellschaft habe sich im ersten Quartal 2011 gegenüber dem Vor­quartal eingetrübt, meldet das Zentrum für Europäische Wirtschafts­forschung (ZEW) in Mannheim. Grund sei vor allem eine merkliche Ver­schlech­terung der aktuellen Geschäftslage. Entsprechend sei der ZEW-IDI – der Stimmungsindikator für den gesamten Wirt­schafts­zweig – im ersten Quartal 2011 um 4,4 Punkte auf nun 62,4 Punkten gesunken. Da der Wert damit aber noch immer über 50 liegt, signalisiere er trotz des Rückgangs gegenüber dem Vorquartal eine bessere konjunkturelle Stimmung. +++

DIHK-Umfrage

Rohstoffpreise kurbeln Umwelttechnik an

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Energieeffizienz und Umweltschutz stehen bei der deutschen Wirt­schaft hoch im Kurs. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Deut­schen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter rund 28.000 Unternehmen. Allein 2011 will demnach jeder neunte Betrieb in die­sem Bereich investieren – mehr Unternehmen als je zuvor. Mit den verstärkten Investitionen in umweltschonende Technologien wollen sich die Unternehmen gegen die steigenden Energie- und Roh­stoff­preise wappnen. DIHK-Präsident Hans Heinrich Drift­mann: „Allein der Preisanstieg in den ersten Monaten 2011 erhöht die Rohstoff­rechnung in diesem Jahr um rund zehn Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr.” +++

KfW-Gründungsmonitor 2011

Über eine halbe Million neue Jobs durch Neugründer

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In Deutschland haben im vergangenen Jahr 936.000 Menschen eine selbstständige Tätigkeit begonnen, 66.000 oder 8 % mehr als im Vorjahr. Entstanden sind daraus 582.000 neue vollzeitäquivalente Stellen für die Gründer und ihre Mitarbeiter. Die meisten Gründun­gen pro Einwohner verzeichneten im Bundesländervergleich die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen, in denen große lokale Absatzmärkte, breite Angebote an Qualifikationen am Arbeitsmarkt und ausgebaute Infrastrukturen zusammentreffen. Das und noch zahlreiche weitere Fakten zum Gründungsgeschehen dokumentiert der aktuelle KfW-Gründungsmonitor, der am Donnerstag in Frankfurt vorgestellt wurde. +++

VDI-Ingenieurmonitor

Im März fehlten in Deutschland 65.500 Ingenieure

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Die Ingenieurlücke – d. h. die Differenz zwischen den Zahlen offener Ingenieurstellen und arbeitsloser Ingenieure – ist im März 2011 auf 65.500 Personen angewachsen, wie der monatlich erscheinende VDI-/IW-Ingenieurmonitor des Ver­eins Deutscher Ingenieure (VDI) und des Instituts der deutschen Wirt­schaft (IW) in Köln zeigt. Wäh­rend die Zahl der unbesetzten Ingenieursstellen auf 87.400 anstie­gen, sank parallel dazu die Zahl arbeitsloser Ingenieure auf 22.600. Erneut leiden darunter vor allem die Bundesländer Baden-Würt­temberg, Nordrhein-Westfalen und Bayern. Mit dem Anstieg im März setzt sich eine bereits lang andauernde Entwicklung der Fachkräfte­ver­knappung in der deutschen Wirtschaft fort. +++

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