Webmaster müssen Halo-Effekt beachten

Im Bruchteil einer Sekunde entscheiden Websurfer, ob eine Website gefällt, uninteressant oder gar unseriös ist. Das ergab eine Untersuchung der Universität Ottawa in Kanada.

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© Heise Events

Freiwilligen wurden sehr kurz Bilder von Webseiten gezeigt, die vorher als leicht lesbar oder besonders unübersichtlich eingestuft wurden. Die Testpersonen wurden danach gebeten, auf einer Skala zu bewerten, wie ansprechend sie eine Seite fanden. Obwohl die Bilder nur für 50 Millisekunden gezeigt wurden, waren die Bewertungen sehr ähnlich zu denen, die nach längerer Begutachtung einer Website gefällt wurden. 50 Millisekunden genügten danach, bis ein Surfer eine mehr oder weniger feste Meinung über eine Website gefunden hat.

Psychologen nennen dies den Halo-Effekt. Die Surfer, die einen guten ersten Eindruck von einer Website hatten, blieben auch später dabei. Damit bewiesen sie sich selbst, dass sie eine gute erste Entscheidung getroffen hatten. Der Grund dafür sei, dass Menschen gern Recht haben und bestätigt werden wollen. Notfalls bestätigen sie sich eben selbst, auch wenn dies unbewusst geschehe. Deshalb sollten Websites unbedingt frei von Barrieren sein (Quelle: Internet Professionell 4/06).