Hamburger sehen Minijobs kompletter Branche gefährdet

Die Profis hängen nur beim Arbeiten gerne in der Luft – ein Hamburger Gebäudereiniger schlägt deshalb  laut News aktuell Alarm: Die von der Bundesregierung zum 1. Juli geplante Anhebung der  Sozialversicherungspauschalen für geringfügige Beschäftigungsverhältnisse von derzeit 25 auf 30 Prozent träfe die Gebäudereinigungsbranche in besonderem Maße.

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Ingo Döhring, Vorstand der Landesinnung der Gebäudereiniger Hamburg und Geschäftsführer der Bogdol GmbH ist über diese Entwicklung höchst besorgt: "Jeder dritte Mitarbeiter in unserer Branche hat einen so genannten Minijob, allein in unserem Hamburger Unternehmen betrifft das 700 Arbeitsplätze", so Döhring. Bundesweit sind es rund 500.000 Arbeitsplätze, über die vielen derart Beschäftigten oft der Berufeinstieg, der Wiedereinstieg oder die Integration ermöglicht wird. Diese Minijobs seien nun durch das Regierungsvorhaben gefährdet.

Döhring hegt den Verdacht, die große Koalition wolle bewusst auf kritische Stellungnahmen zu diesem Thema verzichten, denn selbst der BDA (Bund deutscher Arbeitgeber) sei bislang zu dieser Thematik nicht eingeladen worden. Anfragen von ihm und seinen Kollegen seien abgewiesen oder erst gar nicht beantwortet worden. Seine Forderung: Zur Mitte Mai angesetzten Anhörung vor dem deutschen Bundestag müssen auch Vertreter der betroffenen Branchen eingeladen werden. (ml)