EAC warnt vor AGG-Piraterie

Der European Anti-Discrimination Council (EAC) weist Firmen darauf hin, daß vermehrt Anbieter ohne jeden fachjuristischen Hintergrund Arbeitgebern versprechen, ihr Unternehmen durch Billigschulungen in Minutenschnelle für das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) fit zu machen.

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„Hier wird auch nicht vor offensichtlichen Falschdarstellungen zurückgeschreckt, um schnell und unseriös an Aufträge zu kommen“, so Pressesprecher Graham Alden gestern in London. „Führende Unternehmensberatungen und Zertifizierungsstellen in Deutschland wissen, daß nur die vom EAC zertifizierten Lernprogramme und Qualitätsmanagements, die den Ansprüchen des Total Diversity Concepts“ genügen, anschließend zu Rechtssicherheit führen. Ich hoffe, daß dies viele kleinere und mittelständische Unternehmen rechtzeitig erkennen, denn sonst wird es richtig teuer: Schulungskosten für eine wertlose Veranstaltung, Verfahrenskonsten und derzeit mindestens 30.000 Euro pro Diskriminierung – ich denke, da sollte man vorbeugen, da sollte man jeden Mitarbeiter vernünftig fortbilden“, so Alden. (openPR)

MittelstandsBlog meint: Die Warnung ist berechtigt. Der EAC erweckt aber mit dieser Meldung selbst zu Unrecht den Eindruck, nur Schulungsangebote mit seinem Zeitifikat seien seriös. Das EAC ist keine Institution der EU – trotz offiziösem „Council" im Namen und EU-Banner auf der Website. (ml)