Aufschwung aus eigener Kraft

Das Institut für Mittelstandsforschung in Bonn (IfM) stellte Mitte Oktober die Studie "mind-Mittelstand in Deutschland" der Öffentlichkeit vor. Sie geht der Frage nach, wie stabil der Optimismus der Unternehmer und deren Investitionsverhalten ist – und was der Mittelstand nach dem Regierungswechsel von der Politik erwartet. Die Ergebnisse zeigen einen selbstbewussten Mittelstand: Denn zum einen fürchten die Unternehmerinnen und Unternehmer aufgrund der vorgesehenen Mehrwertsteuererhöhung eine konjunkturelle Belastung. Andererseits lassen sie einen bemerkenswerten Glauben an die eigene unternehmerische Stärke erkennen.

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Die aktuelle MIND-Studie zeigt auch, wie die Unternehmer den Aufschwung finanzieren: Maßgeblich aus eigener Kraft, mit Augenmaß und Vorsicht – und mit optimistischem Blick in die Zukunft. Noch nie hat MIND einen so hohen Anteil an Investitionen in neue Produkte und Dienstleistungen gemessen, und so viel eigene Stärke bei der Finanzierung. Den weitaus größten Teil der Investitionen bezahlen Unternehmer über Innenfinanzierung und aus eigenen Erträgen.

Der deutsche Mittelstand übt zwar berechtigte Kritik an den politisch Verantwortlichen. Die Unternehmerinnen und Unternehmer sind allerdings so selbstbewusst, sich zuversichtlich im Hinblick auf die weitere Entwicklung zu zeigen. Eine gute Nachricht, denn wenn der Mittelstand an sich glaubt, dann behält der wirtschaftliche Aufschwung eine seiner wichtigsten Stützen.

Die Studie „mind“ entstand unter der wissenschaftlichen Leitung des Instituts im Auftrag des Wirtschaftsmagazins Impulse und der Sparkassen Finanzgruppe in Berlin. Sie analysiert rund 1,3 Millionen mittelständischen Unternehmen mit einem Umsatz von über 100.000 Euro im Jahr. Die Studie steht jetzt als PDF per Download auf der Website des Intituts zur Verfügung. (IfM/ml)