Einzelhandelsumsatz im September gesunken

Wie das Statistische Bundesamt heute morgen bekannt gab, setzte der Einzelhandel in Deutschland im September 2006 nominal 0,5 Prozent und real 1,2 Prozent weniger um als im September 2005. Beide Monate hatten jeweils 26 Verkaufstage. Dieses vorläufige Ergebnis wurde aus Daten von sechs Bundesländern berechnet, in denen circa 74 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Einzelhandel getätigt werden.

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Unter Berücksichtigung von Saison- und Kalendereffekten sank der Umsatz im Einzelhandel auch im Vergleich zum Vormonat August 2006, und zwar um nominal 1,4 Prozent und real 1,7 Prozent.

Sowohl im Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren als auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsatzwerte des Septembers 2006 unter denen des entsprechenden Vorjahresmonats. Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte nominal 0,4 Prozent und real 2,5 Prozent weniger um als im September 2005. Dabei zeigte sich im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln mit einem realen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent eine noch etwas schlechtere Entwicklung als bei den Supermärkten, SB- Warenhäusern und Verbrauchermärkten mit einem Minus von real 2,5 Prozent.

Im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lag im September 2006 der Umsatz nominal um 0,7 Prozent und real um 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahresmonat. Nur zwei der sechs Branchen in diesem Bereich konnten ihren Umsatz nominal und real gegenüber dem September 2005 steigern: der Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal + 3,7 Prozent, real + 4,9 Prozent) und der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten (nominal + 0,8 Prozent, real + 1,0 Prozent). Die höchsten nominalen und realen Umsatzrückgänge musste der Versandhandel hinnehmen (nominal – 13,2 Prozent, real – 13,1 Prozent).

Von Januar bis September 2006 setzte der Einzelhandel nominal 1,1 Prozent und real 0,4 Prozent mehr um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum, wobei diese Umsatzsteigerungen im Wesentlichen auf den Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln zurückzuführen sind. (Statistisches Bundesamt/ml)