Gadgets sollen Kunden binden

Gadgets für den PC sind kleine Programme, die den eigenen Bildschirm bereichern: Mit RSS-Newsticker, Ebay-Auktionstool, Bundesliga-Spielbericht, Online-Wettervorhersage, Kalender oder Wörterbuch. Im kommenden Microsoft-Betriebssystem Vista werden sie automatisch eingebunden sein, aber so lange muss man nicht warten. Suchmaschinen-Betreiber Yahoo bietet mit seiner Widget Engine bereits über 3000 dieser kleinen Helferlein, die auch unter Windows 2000 und XP sowie MAC OS laufen, schreibt die Computerzeitschrift PC Professionell.

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Die Tools punkten durch schnelle und unkomplizierte Installation, moderaten Speicherverbrauch und peppen die übliche Kombination aus Hintergrundbild und Icons durch ihre Vielseitigkeit deutlich auf. Die kostenlosen Mini-Programme spülen zwar kein Geld in die Kassen der Anbieter, binden aber Nutzer. Deshalb haben Yahoo, Google und viele andere Gadgets am Start. Vor allem die leichte Anbindung von Web-2.0-Diensten soll den Internet-Größen zusätzlichen Traffic bringen. So gibt es etwa auch Gadgets für Google Maps, die in der Randspalte blitzschnell Kartenausschnitte liefern. Neuerdings werben sogar »normale« Programme mit den kleinen Erweiterungen. So besitzt der neue Browser Opera 9 eine Schnittstelle für Mini-Tools, die ihn um Zusatzfunktionen erweitern. Auch dazu gibt es für interessierte Nutzer einen Gratis-Baukasten, mit dem sich Widgets ohne Programmierkenntnisse entwickeln lassen.

Unterschiede gebe es bei der Namensgebung der Mini-Programme: Mal würden sie Gadgets (Vista, Google), ein anderes Mal Widgets (Mac OS X, XP-Widget-Engines) heißen. Funktionale Unterschiede gebe es nicht (Quelle: PC Professionell).