Topmanager arbeiten lieber im Mittelstand als im Konzern

Rund zwei Drittel (65 Prozent) der deutschen Topmanager würde am liebsten in Unternehmen des Mittelstands arbeiten – und zwar am liebsten in solchen mit einem Umsatz zwischen 50 und 500 Mio. Euro (53,1 Prozent). Erstaunlich: Sogar 50 Prozent der Führungskräfte von Großkonzernen zieht es zum Mittelstand. Nur rund ein Drittel von ihnen (38 Prozent) möchte auch in Zukunft für ein nicht familiengeführtes Großunternehmen tätig sein.

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Dies sind einige Ergebnisse des sechsten "Managerpanels, durchgeführt von der internationalen Personalberatung LAB Lachner Aden Beyer & Company.

Befragt wurden die Teilnehmer auch nach den wichtigsten Kriterien für einen potenziellen Arbeitgeberwechsel. Deutlich am häufigsten genannt wurden hohe Eigenverantwortung (97 Prozent) und kurze Entscheidungswege (92 Prozent). Beides fänden Topmanager in Verbindung mit solider Kapitalausstattung und hoher Innovationskraft vor allem in Unternehmen des gehobenen Mittelstands. Wenig Bedeutung bei der Wahl eines Arbeitgebers messen die Führungskräfte hingegen hoher Budgetverantwortung (37 Prozent), Arbeitsplatzsicherheit (32 Prozent) und Personalverantwortung (21 Prozent) zu.

Schlecht kommen in der Wunschliste der Topmanager Großunternehmen in Familienbesitz (mehr als 500 Mio. Euro Umsatz) weg: Nur 13 Prozent aller Topmanager bevorzugen diese Unternehmensform und drei Viertel (74 Prozent) messen ihnen keine wachsende wirtschaftliche Bedeutung zu. "Nicht Großunternehmen sondern die Unternehmen des Mittelstands sind ausschlaggebend für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes", resümiert Peter Lachner, Geschäftsführer von LAB & Company und Autor der Studie.

Detaillierte Ergebnisse können in der kostenlosen PDF-Ergebnisbroschüre der Studie nachgelesen werden. (LAB&Co/ml) ENGLISH