Gefälschte Lizenzen sind eine teure Angelegenheit

Wie Microsoft in einer aktuellen Pressemeldung mitteilt, wurde bereits am 18. Januar ein Softwarehändler vom Landgericht Bochum wegen schweren Betruges zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und 11 Monaten verurteilt.

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Der Mann wurde im Juni letzten Jahres wegen des Verdachts, mit falschen Microsoft-Lizenzen im großen Stil zu handeln, festgenommen und saß seit dem in Untersuchungshaft. Mindestens 18.555 gefälschte Lizenzen habe der Mann an gewerbliche Händler verkauft. In der Urteilsbegründung führte das Gericht aus, der Händler sei ein „raffinierter Straftäter“. Er habe aus Profitgier als Hintermann mit hoher krimineller Energie agiert.

Gutgläubige Kunden, die diese Falschlizenzen schließlich erwarben, haben viel Geld für nichts ausgegeben: Diese „Lizenzen“ berechtigen selbstverständlich nicht zur Nutzung von Microsoft-Programmen. Ihnen wurde vorgegaukelt, es handele sich um zuvor rechtmäßig erworbene Original-Lizenzen. Der Schaden, der durch die Taten des verurteilten Händlers bei Endkunden und auch bei Microsoft angerichtet wurde, summiert sich auf über 4 Millionen Euro.
 
Dr. Dirk Seiler, Rechtsanwalt und Vertreter Microsofts in diesem Strafverfahren: „Der Handel mit rechtswidrigen Lizenzen ist ein lukratives kriminelles Geschäft. Käufer von Microsoft-Lizenzen sollten deshalb genau darauf achten, woher die Lizenzen stammen. Selbstverständlich berechtigen nur originale Microsoft-Lizenzen zur Nutzung von Microsoft-Programmen (Quelle: Microsoft/rgn)