60.000 offene Ingenieursstellen und steigende Gehälter

Die Online-Jobbörse Monster hat anlässlich der Hannover Messe wieder einmal Stellen gezählt und verzeichnete allein auf dem eigenen Portal 60.000 offene Ingenieursstellen. In vielen Ingenieurberufen sei die Nachfrage bereits jetzt weitaus höher als das Angebot an Arbeitskräften – das gebe Anlass zur Sorge, kommentiert Dr. Willi Fuchs, Direktor des Vereins deutscher Ingenieure (VDI) die Zahlen.

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Nach Angaben des VDI ist die Zahl der offenen Stellen für Ingenieure im Jahr 2006 um 20 Prozent gestiegen. Die Zahl der arbeitslosen Ingenieure habe sich innerhalb der letzten zehn Jahre halbiert, selbst bei Architekten und Bauingenieuren sei inzwischen ein starker Rückgang der Arbeitslosenzahlen zu verzeichnen. Gesucht werden vor allem Kandidaten, die über fundiertes Spezialwissen und Schlüsselqualifikationen wie betriebswirtschaftliches Denken, analytische Fähigkeiten, Führungsstärke und Internationalität verfügen.

Laut Jobbörse Monster besteht der mit Abstand höchste Bedarf an Ingenieuren im Maschinenbau und in der Fertigung: Hier werden auf den Monster-Webseiten derzeit etwa 17.000 beziehungsweise 9000 Stellen angeboten. Im Bereich Wartung/Installation und im technischen Vertrieb finden sich jeweils weit über 5000 Stellenangebote für Ingenieure. Besonders stark vertreten sind Online-Stellenangebote für Architekten und Bauingenieure, aber auch Angebote im Automobilsektor, im operativen Controlling sowie im Projektmanagement.

Die hohe Nachfrage nach Ingenieuren macht sich laut Monster auch bei den Gehältern bemerkbar: So stiegen die Einstiegsgehälter im Vergleich zum vergangenen Jahr um rund 500 Euro an. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liege jetzt bei 40.500 Euro jährlich. Für Gruppenleiter stiegen die Löhne von durchschnittlich 51.000 Euro auf 53.000 Euro, auf Abteilungsleiterebene von 62.500 Euro auf 64.500 Euro jährlich. Nur an der Spitze, auf Bereichsleiterebene, blieben die Löhne konstant bei 70.000 Euro pro Jahr. Allerdings gibt es große regionale Unterschiede: Während in Baden-Württemberg und Bayern ein angestellter Ingenieur ohne Leitungsfunktion im Schnitt jährlich 47.000 Euro verdient, kommt sein Kollege in Sachsen oder Berlin lediglich auf 35.000 beziehungsweise 39.000 Euro.

Weitergehende Informationen rund um den Ingenieursberuf bietet Monster in einem speziellen Ingenieur-Channel. (na/ml) ENGLISH