Der Einzelhandelsumsatz lässt ein weiteres Mal nach

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts setzte der Einzelhandel in Deutschland im Mai 2007 nominal 3,0% und real 3,7% weniger um als im Mai 2006. Im Vergleich zum Vormonat April 2007 sank der Umsatz im Einzelhandel saison- und kalenderbereinigt ebenfalls, und zwar um nominal 1,9% und real 1,8%.

Anzeige
c't wissen - DSGVO 2020 in der Praxis

Beim Vergleich mit dem Vorjahr muss allerdings berücksichtigt werden, dass der Mai 2007 einen Verkaufstag kürzer war als der Mai 2006. Zudem liefen die Geschäfte der Einzelhändler im Mai 2006 außergewöhnlich gut (Anstieg des Umsatzes um nominal 4,8% und real 4,1% gegenüber Mai 2005).

Allerdings setzte setzte der Einzelhandel auch im Fünf-Monats-Vergleich (von Januar bis Mai 2007) nominal 0,8% und real 1,5% weniger um als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Die Ergebnisse einzelner Branchenteile: Der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren setzte nominal 1,5% und real 3,3% weniger um als im Mai 2006. Sowohl bei den Supermärkten, SB-Warenhäusern und Verbrauchermärkten (nominal -1,4%, real -3,2%) als auch im Facheinzelhandel mit Lebensmitteln (nominal -2,6%, real -4,9%) lagen die Umsätze nominal und real unter denen des Vorjahresmonats.

Auch im Einzelhandel mit Nicht-Lebensmitteln lagen die Umsätze im Mai 2007 nominal und real niedriger als im Vorjahresmonat (nominal -4,2%, real -4,0%). Lediglich der Facheinzelhandel mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten konnte seine Umsätze nominal und real gegenüber dem Mai 2006 steigern (nominal +1,5%, real +0,2%). Die anderen fünf Branchen in diesem Bereich lagen nominal und real unter den Umsatzwerten des Vorjahresmonats.

Die höchsten Umsatzrückgänge verzeichnete der sonstige Einzelhandel mit Waren verschiedener Art, zu dem die Waren- und Kaufhäuser gehören (nominal -8,4%, real -9,2%). Überdurchschnittlich hohe Rückgänge des Umsatzes gab es ferner im Versandhandel (nominal -4,3%, real -4,8%), beim Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Schuhen und Lederwaren (nominal -3,8%, real -4,7%) sowie beim Facheinzelhandel mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf (nominal -4,3%, real -4,1%). (Statistisches Bundesamt/ml)