Investitionstätigkeit bleibt rege

Nach den Ergebnissen der aktuellen ifo-Investitionserhebung planen die Industrieunternehmen in Westdeutschland 2007 ihre Investitionen gegenüber dem Vorjahr um 9% zu erhöhen. 2006 meldeten die Firmen einen Anstieg von 7%. Damit steigerten 2006 die Unternehmen des westdeutschen verarbeitenden Gewerbes ihre Ausgaben für neue Bauten und Ausrüstungsgüter erstmals seit 1999 wieder kräftig.

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Allerdings muss man diesen Investitionsanstieg vor dem Hintergrund der eher schwachen Investitionstätigkeit der letzten Jahre sehen. Die für das laufende Jahr zu erwartenden Investitionen liegen real noch unter dem Niveau von 2001.

Während im vergangenen Jahr in erster Linie die kleineren Unternehmen kräftig investiert haben, sind für 2007 in allen Größenklassen und in fast allen Branchen deutliche Investitionssteigerungen geplant. In diesem Jahr stehen laut Institut bei 62% der Unternehmen Erweiterungsmaßnahmen im Vordergrund, für 2006 lag der entsprechende Wert bei 56%. Dieses Ergebnis bedeute jedoch nicht, dass drei Fünftel der Investitionsausgaben in Erweiterungen fließen, so die Expertin des Instituts, Annette Weichselberger. Vielmehr sähen die meisten Unternehmen in der Erweiterung den Schwerpunkt ihrer Investitionstätigkeit. Die Firmen beabsichtigten aber weniger eine Kapazitätserweiterung, sondern vor allem eine Änderung bzw. Ausweitung der Produktionsprogramme.

Ersatzbeschaffungen seien 2007 für gut ein Viertel der Unternehmen das vorrangige Investitionsmotiv. Das Rationalisierungsmotiv habe im Laufe der vergangenen Jahre an Bedeutung verloren. Nur noch jedes achte Unternehmen investiere in diesem Jahr in erster Linie in Rationalisierungsmaßnahmen.

An der schwerpunktmäßig von März bis Mai 2007 durchgeführten Investitionsbefragung beteiligten sich knapp 1800 Industrieunternehmen. (ifo/ml)