Politik soll Frequenzen für neue TK-Dienste frei geben

Der deutsche Markt für Informationstechnik, Telekommunikation und digitale Consumer Electronics (ITK) entwickelt sich im laufenden Jahr uneinheitlich. Während der Umsatz mit Informationstechnik und digitalen Consumer Electronics mit Wachstumsraten von drei bis über sechs Prozent kräftig zulegt, kämpft die Telekommunikation wegen stark sinkender Preise laut Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mit Umsatzrückgängen.

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Unter dem Strich wachse der ITK-Gesamtmarkt in Deutschland nach Meinung der BITKOM-Experten dieses Jahr um voraussichtlich 1,3% auf 147,8 Milliarden Euro. Trotz sinkender Umsätze sei das Interesse an Telekommunikationsdiensten ungebrochen hoch. Der Verband verweist auf die teils dreistelligen Wachstumsraten bei neuen Formen der Sprachtelefonie über das Internet und Fernsehkabel. Auch im Mobilfunk sei die Zahl der Gesprächsminuten im vergangenen Jahr um ein Drittel nach oben geschnellt.

Damit lasse sich allerdings der Preisverfall nicht auffangen. Vor diesem Hintergrund fordert der Verband die Politik auf, die Hürden für neue Angebote wie Handy-TV und Internet-Fernsehen schnell abzubauen. Die Branche stehe in den Startlöchern. Jetzt sei die Politik am Zug. In erster Linie müssten dringend benötigte Frequenzen zur Verfügung gestellt werden.

Das gelte auch generell für den Breitbandsektor. In ländlichen Gebieten seien schnelle Internetzugänge oft nicht verfügbar, weil es zu teuer ist, die Infrastruktur aufzubauen. Laut BITKOM sollten deshalb die Landesmedienanstalten frei werdende Rundfunkfrequenzen für Breitband öffnen. Zudem sollte es den Anbietern leichter gemacht werden, ihre Preise regional zu differenzieren. (BITKOM/ml) ENGLISH