EU-Kommission reduziert Wachstumserwartungen

Im aktuellen Herbst-Zwischenbericht geht die EU-Kommission von einem reduzierten Wachstum der europäischen Wirtschaft aus. Sie rechnet für das zweite Halbjahr nur noch mit 2,8% in der EU und 2,4% für Deutschland. Beide Erwartungswerte liegen um 0,1% niedriger als noch im letzten Bericht vom Frühjahr dieses Jahres.

Wirtschaftskommissar Joaquín Almunia sieht trotz der internationalen Finanzkrise für Deutschland keine Gefahr einer größeren Bankenkrise. Lediglich auf die Risikoprämien für Kredite werde sich das Geschehen auswirken. Positiv bewertet die Kommission seinen Worten nach die Erholung des deutschen Arbeitsmarktes. Allerdings hätten die Deutschen aller Wahrscheinlichkeit nach mit weiter steigenden Verbraucherpreisen zu rechnen (2,1% nach 1,9% im Frühjahr).

Die deutsche Regierung will nach Aussage von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück an ihrer Prognose von 2,3% für 2007 festhalten.

Auch die Prognosen für die EU insgesamt wurden von der Kommission um 0,1% auf 2,8 Prozent gesenkt. Die aktuellen Erwartungen für die EU13 (Eurozone) liegen nun bei nur noch 2,5% statt 2,6%. Parallel dazu rechnet die Kommission mit einer gestiegenen Inflationsrate von 2,2% für die EU.

Weitaus stärker fällt übrigens die Korrektur der Kommission für Frankreich aus: Hier sank die Wachstumsprognose von 2,4% auf nur noch 1,9%. ENGLISH

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