ifo-Geschäftsklimaindikator gibt nach

Wie das ifo-Institut mitteilt, tendiert das Geschäftsklima in der gewerblichen Wirtschaft Deutschlands im Oktober leicht nach unten. Der Indexwert sank um 0,3 Punkte auf 102,9 Punkte. Die aktuelle Situation wird von den Unternehmen etwas weniger günstig bewertet als im Vormonat, der Wert liegt mit 109,6 Punkten aber weiter deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. An der zurückhaltenden Einschätzung der Perspektiven für die nächsten sechs Monate hat sich nichts Wesentliches verändert. Der Index bleibt nahezu identisch bei 98,6 Punkten (Vormonat: 98,7). Die Ergebnisse sprechen für eine Fortsetzung des Aufschwungs, allerdings mit nachlassender Dynamik.

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Im verarbeitenden Gewerbe bleibt der Geschäftsklimaindikator weitgehend stabil. Zwar wird die gegenwärtige Geschäftslage erneut etwas weniger positiv eingestuft, in den Erwartungen kommt allerdings eine wieder leicht erhöhte Zuversicht zum Ausdruck. Hinsichtlich des künftigen Exportgeschäfts hat sich der Optimismus aber etwas abgeschwächt. Die Personalpläne deuten auf eine leicht verringerte Einstellbereitschaft hin.

Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe hat sich nicht wesentlich verändert. Die Unternehmen äußern sich über ihre gegenwärtige Situation ebenso unzufrieden wie im Vormonat, und auch ihre Skepsis in Bezug auf die weitere Entwicklung hat angehalten.

Im Großhandel hat sich das Klima nach der Aufwärtstendenz im Vormonat merklich abgekühlt. Die aktuelle Geschäftslage wird weniger günstig eingestuft, die Geschäftserwartungen lassen sogar erstmals wieder eine leichte Skepsis erkennen.

Dagegen hat sich das Geschäftsklima im Einzelhandel wieder erholt. Vor allem die momentane Situation wird von den Firmen besser bewertet. Auch die Perspektiven haben sich aufgehellt.

Im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands ist der Geschäftsklimaindikator im Oktober hingegen von 20,8 auf 17,2 Punkte kräftig gesunken, bleibt aber weiterhin deutlich im positiven Bereich. Die Unternehmen beurteilen ihre momentane Geschäftslage nur etwas weniger günstig als im Vormonat (29,0 Punkte nach 30,0 Punkten im September), ihr Optimismus hinsichtlich der Aussichten für das kommende halbe Jahr hat jedoch spürbar nachgelassen und liegt jetzt bei 6,0 Punkten (Vormonat: 12,0 Punkte). Die Zahl der Beschäftigten wird den Plänen zufolge weiter zunehmen. (ifo/ml)