ifo-Geschäftsklima besser als erwartet

Der Geschäftsklimaindikator des Münchner ifo-Instituts für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands hat sich im November unerwartet von 103,9 Punkten auf 104,2 Punkte verbessert, nachdem er in den vorangegangenen fünf Monaten kontinuierlich gesunken war. Die Unternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftssituation günstiger als im Vormonat (von 109,6 auf 110,4), schätzen aber ihre Aussichten für die kommenden Monate etwas zurückhaltender ein (von 98,6 auf 98,3). Die Ergebnisse zeigen, dass sich die Konjunktur auf hohem Niveau nur allmählich abkühlt.

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Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindikator gestiegen. Die gegenwärtige Geschäftslage wird wieder deutlich positiver eingestuft als im Vormonat. Die Erwartungen sind praktisch unverändert, immer noch leicht positiv. Beim Export hat sich der Optimismus trotz des steigenden Eurokurses sogar etwas verstärkt. Die Personalpläne zeigen wieder vermehrt nach oben.

Das Geschäftsklima im Bauhauptgewerbe tendiert geringfügig nach unten. Die Unzufriedenheit mit der derzeitigen Geschäftssituation, die insbesondere im Wohnungsbau zu verzeichnen ist, hat leicht zugenommen. Die zukünftige Entwicklung schätzen die Firmen allerdings etwas zuversichtlicher ein. Nach der deutlichen Abwärtsentwicklung im Vormonat hat sich das Klima im Großhandel leicht erholt. Die aktuelle Geschäftslage wird wieder positiver eingestuft, in den Geschäftserwartungen hält aber die leichte Skepsis an. Im Einzelhandel ist dagegen der Klimaindikator gesunken. Die Unternehmen bewerten sowohl ihre gegenwärtige Situation als auch die Aussichten für die nächsten sechs Monate ungünstiger als im Vormonat.

Im Dienstleistungsgewerbe Deutschlands hat sich der Geschäftsklimaindikator im November bei 17,2 Punkten stabilisiert. Zwar bewerten die Unternehmen ihre gegenwärtige Geschäftslage erneut etwas weniger positiv als im Vormonat (von 29,0 auf 28,0), schätzen aber die Perspektiven für das kommende halbe Jahr mit leicht erhöhter Zuversicht ein (von6,0 auf7,0). Die Bereitschaft, zusätzliche Arbeitskräfte einzustellen, hat zugenommen. (ifo/ml)