Durch Nachmeldungen mehr Unternehmensinsolvenzen

Im Januar 2008 wurden nach Angaben des Statistischen Bundesamts insgesamt 13.739 Insolvenzen gezählt, darunter 2454 Insolvenzen von Unternehmen. Dies bedeutet einen Anstieg der Gesamtinsolvenzen um 0,9% und der Unternehmensinsolvenzen um 11,3% gegenüber Januar 2007. Allerdings ist die Entwicklung weniger problematisch, wie sie scheint.

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Die Zunahme der Unternehmensinsolvenzen ist nämlich vor allem auf Nachmeldungen nordrhein-westfälischer Gerichte zurückzuführen. Daher könne nach Aussagen der Statistiker aus den Ergebnissen für Januar 2008 keine allgemeine Aussage über eine Trendwende bei der Insolvenzentwicklung getroffen werden, zumal in den meisten übrigen Bundesländern im Januar 2008 weitere Rückgänge der Unternehmensinsolvenzzahlen zu verzeichnen waren.

Von den Insolvenzen der übrigen Schuldner entfielen bundesweit 8816 Insolvenzen auf Verbraucher (+0,5%).

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger wurden von den Gerichten für Januar 2008 mit 2,5 Milliarden Euro angegeben; im Januar 2007 waren es noch 3,3 Milliarden Euro gewesen. (Statistisches Bundesamt/ml)