Noch Spielraum für Preissteigerungen

Trotz höchster Inflationsrate seit Einführung des Euro sieht rund die Hälfte der Unternehmen nach wie vor Möglichkeiten für eine Preissteigerung. Immerhin noch 54% der Fach- und Führungskräfte denken dabei an simple Preiserhöhungen. Im Vergleich zu anderen Möglichkeiten der Ertragssteuerung wird dieses Instrument allerdings am wenigsten befürwortet. Das ergab die Potenzialanalyse Ertragssteuerung, eine Gemeinschaftsstudie der Steria Mummert Consulting und des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung.

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Wie die Studie weiter erkennen lässt, halten 63% der Unternehmen eine generelle Anhebung der Verkaufspreise nur für mäßig wichtig bis unwichtig. Mehr als die Hälfte der Befragten bewertet hingegen die Kundensegmentierung – also eine differenzierte Preisgestaltung für unterschiedliche Kundengruppen – als wichtig. Eine große Mehrheit der Fach- und Führungskräfte geht davon aus, dass mit diesem Modell großes Potenzial für Preissteigerungen erschlossen werden kann. Mehr als 80% halten Maßnahmen in diesem Bereich noch nicht für voll ausgeschöpft.

Neben der Kundensegmentierung wird eine etwa gleich große Bedeutung der bewussten Aufwertung des Qualitätsniveaus (Upgrading) und der Produktbündelung zugeschrieben. Das Potenzial dieser drei erfolgversprechenden Bereiche für die Ertragssteuerung wird in allen untersuchten Branchen noch nicht voll ausgeschöpft. Anders als bei einer einfachen Anhebung der Preise können Unternehmen mit diesen Instrumenten ihr Angebot besser differenzieren.

Die Potenzialanalyse Ertragssteuerung ist das Ergebnis einer Online-Befragung unter 366 Fach- und Führungskräften aus allen Branchen der deutschen Wirtschaft.

(ots/ml)