Bundespräsident würdigt deutschen Mittelstand

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Rund 1500 Zuhörer lauschten gestern in Berlin beim „Tag der Deutschen Industrie“ des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) der Grundsatzrede des Bundespräsidenten. Horst Köhler würdigte in einem zentralen Teil der Rede und mit spürbarem Engagement die tragende Rolle des deutschen Mittelstands. Wir haben die wichtigsten Passagen zum deutschen Mittelstand in unserem Podcast für Sie zusammengestellt.

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Bundespräsident Horst Köhler bedauerte in seiner Rede, dass der Mittelstand allzu häufig im Schatten der großen Konzerne stehe und zu wenig gewürdigt werde, obwohl viele mittelständische Unternehmen in ihren Märkten Weltmarktführer seien.

Er wies auf die anders geartete Auffassung von Wirtschaft und Verantwortung des Mittelstandes im Vergleich zu den großen Konzernen hin. Er lobte vor allem die langfristige Orientierung, das Motivationsvermögen gegenüber den Mitarbeitern und die Fokussierung des deutschen Mittelstands auf Qualität. Letztere aufzugeben wäre ein großer Fehler, mahnte Köhler. Es sei immer noch das Markenzeichen der deutschen Industrie im Ausland. Solange diese Stärke vorhanden sei, werden deutsche Unternehmen im Ausland bestehen können.

Der Bundespräsident mahnte aber auch, dass Deutschland in Sachen Innovation nur im Mittelfeld spiele. In Zukunft gehe es nicht darum, Ideen in Massenprodukte umzusetzen, sondern vielmehr um individuelle Produkte und Dienstleistungen und entsprechend schnelle Anpassungsfähigkeit an den Kunden. Größe sei dann nicht unbedingt von Vorteil. Köhler voller Optimismus: „Das spricht dafür, dass die Chancen für unsere mittelständisch strukturierte Wirtschaft noch zunehmen werden.“

Horst Köhlers Rede stieß insgesamt auf große Zustimmung bei den Zuhörern aus Wirtschaft und Politik.

(BDI/ml)