Anteil der Zeitarbeitskräfte bei 1,53 Prozent

Ein sehr positives Fazit zieht der Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen (BZA) aus den aktuellen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) zum Volumen der Zeitarbeit im 2. Halbjahr 2007. Am letzten Tag des Jahres 2007 waren laut BA 721.345 Menschen nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz beschäftigt, also Leiharbeiter. Das bedeutet eine Steigerung um 14,3% gegenüber Ende 2006. Auf die gesamte Zahl der Erwerbstätigen bezogen, betrug der Anteil der Zeitarbeitnehmer Ende 2007 lediglich 1,53%.

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Damit liegt Deutschland nach Angaben des Bundesverbands trotz des enormen Wachstums seit Ende 2005 im internationalen Vergleich im unteren Mittelfeld. In Ländern wie Frankreich und den Benelux-Staaten liege  diese „Penetrationsrate“ schon seit einigen Jahren bei 2,5 bis 3%. Die Zeitarbeit habe in Deutschland deshalb noch erhebliches Wachstumspotenzial.

Nach wie vor profitieren laut BZA Langzeitarbeitslose von der guten Konjunkturlage. Rund 68%  der Neueinstellungen waren vor der Einstellung ohne Beschäftigung – 13,7% sogar länger als ein Jahr. BZA-Hauptgeschäftsführer Ludger Hinsen ist sich sicher: „Zeitarbeit ist und bleibt ein wichtiger Integrationsfaktor für Schwervermittelbare in den deutschen Arbeitsmarkt und trägt damit wesentlich zur Entlastung der deutschen Sozialsysteme bei.“ Gerade bei einer stabilen Konjunktur steige wieder die Tendenz der Einsatzbetriebe, Mitarbeiter zu übernehmen oder gleich selbst einzustellen.

Die eigentliche Funktion der Zeitarbeit sei jedoch die Flexibilisierung der Wirtschaft, so Hansen weiter. Diese Flexibilität sichere den Standort Deutschland. Allerdings fänden auch die Zeitarbeitsunternehmen zunehmend schwerer geeignete Mitarbeiter.

(ots/ml)