Erwerbstätigenquote in der EU27 bei 65,4 Prozent

In den 27 europäischen Mitgliedstaaten (EU27) besaßen im Jahr 2007 rund 218,5 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz. Damit lag die Gesamterwerbstätigenquote für EU-Bürger, die im vergangenen Jahr zwischen 15 und 64 Jahre alt waren, bei 65,4%. Das bedeutet eine Steigerung um 3,3 Prozentpunkte gegenüber 2000 und 0,9 Prozentpunkte gegenüber 2006. Deutschland lag 2007 mit 69,4% zwar über dem EU-Durchschnitt, insgesamt aber nur im Mittelfeld.

Im Jahr 2007 lag die Erwerbstätigenquote der 15- bis 64-Jährigen über 70% in Dänemark (77,1%), den Niederlanden (76,0%), Schweden (74,2%), Österreich (71,4%), Großbritannien (71,3%), Zypern (71,0%) und Finnland (70,3%) und unter 60% in Malta (55,7%), Polen (57,0%), Ungarn (57,3%), Italien (58,7%) und Rumänien (58,8%).

Die Erwerbstätigenquote der Frauen belief sich im Jahr 2007 in der EU27 auf 58,3% und lag somit gegenüber 53,6% im Jahr 2000 und 57,3% im Jahr 2006 deutlich höher. Betrachtet man die Erwerbstätigkeit nach Mitgliedsstaaten, verzeichneten Dänemark (73,2%), Schweden (71,8%), die Niederlande (69,6%) und Finnland (68,5%) im Jahr 2007 die höchsten, Malta (36,9%), Italien (46,6%) und Griechenland (47,9%) die niedrigsten Quoten.

Die geringsten Unterschiede zwischen der Erwerbstätigenquote der Männer und der Frauen wurden in Finnland (4 Prozentpunkte), Schweden (5 Prozentpunkte) und Litauen (6 Prozentpunkte) festgestellt. In Malta war der Abstand zwischen den Quoten dagegen mit 37 Prozentpunkten am größten, es folgen Griechenland (27 Prozentpunkte), Italien (24 Prozentpunkte) und Spanien (22 Prozentpunkte).

Auch bei der Beschäftigung älterer EU-Bürger fand eine positive Veränderung statt. Die Erwerbstätigenquote älterer Menschen (55 bis 64 Jahre), die im Jahr 2000 lediglich 36,8% und 2006 noch 43,5% betragen hatte, stieg im Jahr 2007 auf 44,7% an. Die Erwerbstätigenquote der 55- bis 64-Jährigen war in Schweden (70,0%), Estland (60,0%) und Dänemark (58,6%) am höchsten, in Malta (28,3%), Polen (29,7%) und Luxemburg (32,0%) am niedrigsten.

Größere Veränderungen gab es auch beim Anteil der Teilzeitbeschäftigung. Im Jahr 2007 gingen 18,2% der Erwerbstätigen in der EU27 einer Teilzeitbeschäftigung nach. Der höchste Anteil der Teilzeitbeschäftigung wurde in den Niederlanden (46,8%) verzeichnet, es folgten Deutschland (26,0%), Großbritannien (25,5%) und Schweden (25,0%); die niedrigsten Anteile verbuchten Bulgarien (1,7%), die Slowakei (2,6%), Ungarn (4,1%) und die Tschechische Republik (5,0%).

Diese Zahlen gab am Dienstag das Statistische Amt der Europäischen Gemeinschaften Eurostat bekannt. Sie beruhen auf den Ergebnissen der Arbeitskräfteerhebung im Jahr 2007. (Eurostat/ml)ENGLISH

Anmerkung:

  • Eurozone (EZ15): Belgien, Deutschland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Österreich, Portugal, Slowenien, Finnland. Zypern und Malta.
  • EU27: Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Deutschland, Estland, Irland, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Litauen, Luxemburg, Ungarn, Malta, die Niederlande, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Slowenien, Slowakei, Finnland, Schweden und Großbritanni

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