IWF sieht für Deutschland Stagnation voraus

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht über Deutschland im nächsten Jahr die vollen Auswirkungen der Finanzkrise hereinbrechen. Nach Meinung des IWF ist diese Krise zudem noch die schwerste seit den Dreißiger-Jahren. Als Hauptexportland könne sich ihr deshalb auch Deutschland nicht entziehen. Deutschlands Wirtschaft werde 2009 daher nicht wachsen – wie im Frühjahr noch prognostiziert – sondern eine Stagnation (Stillstand) erleben. 2008 liege das Wachstum der deutschen Wirtschaft allerdings noch bei 1,8%, glaubt der IWF.

Die Gründe für die Abwärtskorrektur der Prognose erläutern die Experten des IWF ausführlich im soeben erschienenen „World Economic Outlook 2009“ (WEO) der Organisation.

Die pessimistische Vorhersage des IWF für 2009 passt durchaus zu den Prognosen der Bundesregierung, die – mit einer Prise Zweckoptimismus operierend – das Wachstum im kommenden Jahr Gerüchten nach zwischen Null und 0,5% liegen sieht.

Doch frostigere Zeiten prophezeit der IWF nicht nur für Deutschland, sondern der Weltwirtschaft insgesamt. Die Experten des IWF rechnen mit einem globalen Wachstum von 3% – jedoch nur dank einem immer noch relativ rasanten Wachstum einiger Schwellenländer, darunter China, Indien und Russland. Die Wirtschaft einiger Industriestaaten, darunter Großbritannien, Italien und Spanien, wird laut Studie jedoch sogar schrumpfen. Die USA könnten mit einer geringfügig besseren Entwicklung von 0,1% und damit mit einem tiefblauen Auge davonkommen.

Einen Sonderfall werde Afrika bilden, glauben die IWF-Experten. Die Wirtschaft des schwarzen Kontinents sei so wenig in die Weltwirtschaft integriert, dass sie durch die Krise kaum tangiert werde und ein Wachstum von 6% erreichen könne, allerdings auf sehr niedrigem Niveau.

Die über 300-seitige, komplette Studie „World Economic Outlook 2009“ steht in englischer Sprache als kostenloser Download zur Verfügung.

(IWF/ml)