Studie über Managergehälter bringt den Durchblick

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Die Vorstandsvergütungen in deutschen Aktiengesellschaften sind verstärkt in den Fokus der öffentlichen Diskussion geraten. Wie hoch sind die Gehälter deutscher Topmanager aber tatsächlich und aus welchen Komponenten setzen sie sich zusammen? Diesen Fragen gehen drei Wissenschaftler in der brandneuen und akademisch ausführlichen „Studie Managergehälter 2008. Vorstandsvergütung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften“ nach. Sie decken auf, wie sich die Vergütungspakete der Vorstände in Deutschland zusammensetzen. Die 73-seitige Studie aus dem Bundesanzeiger Verlag steht als kostenloser Download zur Verfügung.

Im Rahmen der Studie haben die Autoren Professor Christoph Kuhner, Direktor des Treuhandseminars an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln, und seine Mitarbeiter Dr. Jörg-Markus Hitz und Ralf Sabiwalsky die Vorstandsvergütung der Geschäftsjahre 2007 und 2006 untersucht.

Die Vergütungspakete von Vorstandsmitgliedern setzen sich typischerweise aus fixen und kurz- sowie längerfristig orientierten erfolgsabhängigen Bestandteilen zusammen. Die Bestimmung der absoluten Höhe der Vergütung, des Anteils der erfolgsabhängigen Komponenten und auch die Anpassung der Vergütungshöhe nach Ablauf eines Geschäftsjahres werden dabei von verschiedenen Faktoren beeinflusst.

Die Studie bietet sowohl eine Gesamtbetrachtung unter Berücksichtigung einzelner Branchen- und Auswahlindizes, als auch eine Analyse des Zusammenhangs zwischen Vergütung und Unternehmensperformance. Die Wissenschaftler untersuchten deshalb unter anderem, welche Besonderheiten Unternehmen aufweisen, deren Vorstände überdurchschnittlich viel verdienen. Das Gefälle zwischen der Vergütung des Vorstandsvorsitzenden und derjenigen des übrigen Vorstands ist ein weiterer Aspekt, dem sich die Autoren in der Studie widmen.

(ots/ml)

Anmerkung der Redaktion

Die Studie steht zwar als kostenloser Download zur Verfügung, man muss sich aber vor dem Download mit E-Mail- und realer Adresse registrieren. Auch dann ist der Bestellvorgang, der sich an einer physischen Bestellung orientiert, leider noch recht umständlich. Hat man die Bestellung erfolgreich hinter sich gebracht, wartet eine weitere Barriere: Der sehr akademische Sprachstil erschwert das Lesen ungemein. Dennoch: Die Mühe lohnt sich, die Studienbroschüre ist grundsolide und überaus faktenreich.

Von der Lektüre können – neben den Topmanagern selbst – vor allem Personalverantwortliche und Unternehmer größerer Familienbetriebe profitieren, die entsprechende Führungskräfte beschäftigen. Aber auch Unternehmer, die mit ihrem Unternehmen den Sprung auf das Börsenparkett erwägen und dann die Rolle des Unternehmers mit der eines Vorstand vertauschen müssten, dürften aus der Studie viel über ihr zukünftiges Gehaltspotenzial erfahren können. (ml)