Open-Source-Datenbank in neuer Version verfügbar

MySQL 5.1
MySQL 5.1

Sun Microsystems gibt heute offiziell die allgemeine Verfügbarkeit ihrer Open-Source-Datenbanksoftware MySQL 5.1 bekannt. Die neue Version der Datenbank soll verbesserte Leistungswerte erbringen und das Management umfangreicher Datenbankanwendungen vereinfachen. Die Software kann hier heruntergeladen werden. Seit der technischen Freigabe vor zehn Tagen konnte MySQL 5.1 laut Sun bereits mehr als 250.000 Downloads verzeichnen.

MySQL 5.1 unterstützt mit Range-, Key-, Hash- und List-Partitionierung sowie Kombinationen daraus mehrere neue Varianten horizontaler Partitionierung. Abfragen sollen dadurch deutlich beschleunigt werden, da nicht mehr der komplette Index oder die gesamte Tabelle durchsucht werden muss.

Auch bei der Replikation gibt es Neuerungen: Bei der zeilenbasierten Replikation werden die geänderten Daten zwischen Master-Server und Slave direkt synchronisiert. Die hybride Replikation setzt entweder auf zeilenbasierte Replikation oder auf die herkömmliche Synchronisation aller Datenbankbefehle am Master-Server.

Neu ist auch der Ereignisplaner. Er soll regelmäßig wiederkehrende SQL-Befehle automatisch ausführen und bei datenbankspezifischen Aufgaben bessere Unterstützung bieten als CRON in Linux– oder Unix-Systemen oder der Windows Task Scheduler in Windows. Der neue MySQL-Query-Analyzer ist dagegen nur für MySQL-Enterprise-Premium-Abonnenten verfügbar.

MySQL 5.1 ist für zahlreiche Hard- und Softwareplattformen erhältlich, darunter Red Hat Enterprise Linux, SuSE Enterprise Linux Server, Microsoft Windows, Solaris 10, Mac OS X, Free BSD, HP-UX und IBM i5/OS. Die Software steht in den drei Lizenzmodellen MySQL Community Server, MySQL Enterprise Server und MySQL Embedded Server zur Verfügung.

Laut einer aktuellen Studie von Gartner ist die Zahl der produktiv eingesetzten Open-Source-Datenbanken von 2007 bis 2008 um 50 % gestiegen. Gartner geht auch für die kommenden fünf Jahre von einem deutlich wachsenden Markt für quelloffene Datenbanksysteme wie MySQL aus. (Quelle: Sun Microsystems GmbH/GST)