Studie untersucht Entwicklungen im Rechenzentrum

Symantec State of the Data Center Report
Symantec State of the Data Center Report

Laut der von Symantec durchgeführten Studie State of the Data Center Report werden IT-Verantwortliche weltweit mit steigenden Erwartungen an Performance und Verfügbarkeit konfrontiert und müssen gleichzeitig kosteneffizienter arbeiten. Die Besetzung von Stellen bleibe problematisch, Server- und Speicherkapazitäten werden nicht konsequent genutzt und Notfallpläne sind nicht auf dem neuesten Stand. Symantec hat für die Studie weltweit 1600 Firmen – darunter 123 Unternehmen in Deutschland – in 21 Ländern befragt.

75 % der Befragten gaben an, dass die Anforderungen an Rechenzentren stark gestiegen sind – in Deutschland waren es sogar 79 %. 60 % sind der Meinung, dass die Erfüllung geforderter Service Level immer schwieriger wird. Die Forderung nach Kostensenkungen verschärft die Situation: In Deutschland gaben 28 % die Verringerung der Ausgaben als Primärziel an.

42 % votieren daher für die Automatisierung von Routineaufgaben, 40 % plädieren für die abteilungsübergreifende Schulung der Mitarbeiter und 35 % wollen die Komplexität des Rechenzentrums weiter reduzieren. In Deutschland entfallen auf die beiden ersten Maßnahmen je 46 %, an dritter Stelle taucht aber die zentrale Definition von Standardlösungen (42 %) auf. „Grüne Initiativen“ (Green IT) werden nur dann angefasst, wenn sie zur Kostenersparnis beitragen: Als Gründe für ein grünes Rechenzentrum nennen die Befragten Einsparungen bei Stromverbrauch (54 %) und Kühlungskosten (51 %). Mit etwas Abstand (42 %) folgt das soziale Verantwortungsbewusstsein.

Laut der Studie sind zudem 36 % der teilnehmenden Firmen im Rechenzentrum unterbesetzt und die Personalbeschaffung bereitet Probleme: 43 % finden es schwierig, qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Rund 45 % setzen auf Outsourcing, um dem Personal Zeit für andere Projekte zu geben. Business Continuity, Backup und Storage Management werden am häufigsten ausgelagert. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass nur 53 % die Serverkapazitäten ihrer Rechenzentren nutzen. Im Storage-Bereich ist die Auslastung mit 50 % sogar noch geringer. Hier zielen die meisten Gegenmaßnahmen auf Serverkonsolidierun und –virtualisierung sowie Storage-Virtualisierung, Storage Resource Management und Continuous Data Protection.

Verbesserungsbedarf bestehe auch bei Bereich der Datensicherung und -wiederherstellung: Bei 27 % ist der Disaster-Recovery-Plan überarbeitungswürdig und bei 9 % sind die Pläne völlig unzureichend. Für Deutschland stellen sich die Ergebnisse mit 22 % und 4 % ein wenig positiver dar. (Quelle: Symantec (Huawei)/GST)