Exportwachstum auf Fünfjahrestief

Zahlen des Statistischen Bundesamts
Zahlen des Statistischen Bundesamts

Der Export ist 2008 so gering gewachsen, wie zuletzt im Jahr 2003. Wie das Statistische Bundesamt heute mitteilte, wurden 2008 von Deutschland Waren im Wert von 992,7 Milliarden Euro aus- und im Wert von 814,5 Milliarden Euro eingeführt. Die deutschen Ausfuhren lagen damit um 2,8% über denen des Jahres 2007, die Einfuhren legten im gleichen Zeitraum um 5,8% zu. Damit sank aber auch der Saldo gegenüber 2007: So ergibt sich für 2008 ein Außenhandelsüberschuss von lediglich 178,2 Milliarden Euro. 2007 hatte die Außenhandelsbilanz noch 195,3 Milliarden Euro Überschuss ausgewiesen.

Zusammen mit den Salden für Dienstleistungen (-14,6 Milliarden Euro), Erwerbs- und Vermögenseinkommen (+39,7 Milliarden Euro), laufende Übertragungen (-30,2 Milliarden Euro) sowie Ergänzungen zum Außenhandel (-10,5 Milliarden Euro) schloss – nach vorläufigen Berechnungen der Deutschen Bundesbank – die Leistungsbilanz im Jahr 2008 mit einem Überschuss von 162,5 Milliarden Euro ab. Im Jahr 2007 konnte die deutsche Leistungsbilanz noch einen Aktivsaldo von 180,8 Milliarden Euro verbuchen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wurden im Jahr 2008 Waren im Wert von 630,8 Milliarden Euro versandt und Waren im Wert von 522,6 Milliarden Euro von dort bezogen. Gegenüber 2007 stiegen die Exporte in die EU-Länder um 1,1% und die Importe aus diesen Ländern um 5,1%.

In die Länder außerhalb der EU wurden Waren im Wert von 361,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 291,9 Milliarden Euro aus diesen Ländern importiert. Gegenüber 2007 stiegen die Ausfuhren in Drittländer um 6,0% und die Einfuhren aus diesen um 7,1%.

Im Monat Dezember 2008 wurden von Deutschland Waren im Wert von 67,4 Milliarden Euro (-7,7% gegenüber Dezember 2007) ausgeführt und Waren im Wert von 60,4 Milliarden Euro (-3,3%) eingeführt.

Kalender- und saisonbereinigt nahmen die Ausfuhren damit zwischen November und Dezember 2008 um 3,7% ab. Die Einfuhren büßten im gleichen Zeitraum 4,1% ein.

Bei den aktuellen Werten handelt es sich laut Statistischem Bundesamt noch um vorläufige Ergebnisse.

(Statistisches Bundesamt/ml) ENGLISH