Nutzfahrzeugemarkt dramatisch eingebrochen

Die Nachfrage nach deutschen Nutzfahrzeugen lässt im In- und Ausland dramatisch nach.  Wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) meldet, wurden im Februar 2009 besonders schwere Nutzfahrzeuge kaum noch geordert. Nach einem Rückgang um 76% im Januar brachen die Bestellungen aus dem Ausland für Nutzfahrzeuge über 6 Tonnen im Februar sogar um 95% ein. Die Auslandsorders im Transportersektor unterschritten im Februar das Vorjahresvolumen um 55%.

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Auch die Zahl der Inlandsaufträge für schwere Fahrzeuge ging im Februar drastisch zurück. 61% fehlten am Monatsende zum Vorjahresniveau. In der Transporterklasse beträgt das Minus 8%.

Der weltweite Konjunktureinbruch hinterlässt vor allem bei den Exporten immer tiefere Spuren. Die Ausfuhr von Nutzfahrzeugen bis 6 Tonnen sank im Februar um 71%, die von schweren Nutzfahrzeugen um 66%. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres kam es damit im Bereich bis 6 Tonnen zu Rückgängen um 66%. Bei den Lkw über 6 Tonnen fiel das Minus mit 60% ähnlich hoch aus.

Auch auf dem Inlandsmarkt mussten die deutschen Nutzfahrzeughersteller im Februar einen kräftigen Absatzrückgang hinnehmen. Mit einem Zulassungsminus von 32% hat sich nach Angaben des VDA die schwache Inlandskonjunktur fortgesetzt. Mit rund 12.000 neu zugelassenen Transportern wurde das Niveau des Vorjahresmonats um 29% unterschritten, in der schweren Klasse über 6 Tonnen sank der Absatz sogar um 40%.

Angesichts des schlechten Auslandsgeschäfts haben die Hersteller ihre Fertigung im Februar erneut zurückgefahren. Insgesamt produzierten sie in ihren deutschen Werken 65% weniger Fahrzeuge bis 6 Tonnen und 68% Einheiten weniger mit über 6 Tonnen. Januar und Februar zusammengenommen wurde die Herstellung von Nutzfahrzeugen um 57% zurückgefahren.

(VDA/ml)