Abwärtstrend laut Einkaufsmanager-Index gestoppt

Auch wenn die flaue Nachfrage die Krise andauern ließ, legte die Talfahrt im März eine Pause ein. So stieg im März der Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), Ausgabe April 2009, um 0.3 Punkte von 32.1 auf 32.4. Er verzeichnete damit zum zweiten Mal hintereinander einen marginalen Zuwachs. Allerdings würde erst ein Wert von 50.0 wieder Wachstum signalisieren. Bis dahin ist es aber derzeit noch weit.

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Auch im März fuhren Unternehmen aller Größen, Branchen und Sektoren ihre Produktion stark zurück. Es gingen so viele Arbeitsplätze verloren wie noch nie seit Umfragebeginn im April 1996. Ein weiteres Anzeichen für die anhaltende Konjunkturschwäche waren die Rekordrückgänge bei Einkaufs- und Verkaufspreisen.

Die Auftrags- und Produktionsrückgänge konzentrierten sich besonders auf den Investitionsgüterbereich. Hersteller von Vorleistungsgütern waren etwas weniger stark betroffen. Vergleichsweise moderat fielen die Produktionskürzungen und Auftragsverluste im Konsumgüterbereich aus.

Die durchschnittlichen Lieferzeiten verkürzten sich im Berichtsmonat so stark wie noch nie seit Erhebung der Daten. Ausschlaggebend hierfür waren die Überbestände auf Lieferantenseite und die massive Drosselung der Einkaufsmenge durch die Industriefirmen.

Geschäftsabschlüsse mit Auslandskunden gingen zwar nicht mehr ganz so deutlich zurück wie in den zurückliegenden vier Monaten, dennoch übertraf das Exportminus den Rückgang des Gesamt-Auftragseingangs.

(ots/ml)

Der Markit/BME Einkaufsmanager-Index (EMI) ist ein monatlicher Frühindikator zur Vorhersage der konjunkturellen Entwicklung in Deutschland und erscheint unter der Schirmherrschaft des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik. Er beruht auf der Befragung von 500 Einkaufsleitern und Geschäftsführern aus der verarbeitenden Industrie in Deutschland.