Umweltprämientopf um 3,5 Milliarden Euro aufgestockt

3,5 Milliarden Euro will die Bundesregierung nun doch bei der Umweltprämie nachschießen. Das verlautete gestern aus einer Ministerrunde, an der unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Peer Steinbrück teilnahmen. Die bisherige Prämienhöhe von 2500 Euro soll entgegen der Diskussion in den letzten Tagen offenbar beibehalten werden.

Das würde bedeuten, dass der Förderbetrag von nunmehr insgesamt 5 Milliarden Euro in der Summe für rund zwei Millionen Prämien reichen wird. 1,2 Millionen Prämienanträge sind bis gestern beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bereits eingegangen. Bleiben also noch Fördermittel für rund 800.000 Fälle übrig.

Unabhängig von noch vorhandenen Mitteln, sollen Anträge maximal bis Jahresende gestellt werden können. Vorausgesetzt der bisherige Run auf die Prämie bleibt so groß wie bisher, reichen auch die neuen Gelder allerdings nur bis zum Spätsommer.

Die Antragsteller müssen sich außerdem auf langes Warten bis zur Auszahlung einstellen. Sollte die Zahl der Bearbeiter im BAFA nicht drastisch aufgestockt werden, ist eine Wartezeit von bis zu einem Jahr durchaus realistisch, glauben Kenner des Apparats.

(ml)

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