Inflationsrate in Europa weiterhin niedrig

Zahlen von Eurostat
Zahlen von Eurostat

Die jährliche Inflationsrate der Eurozone (EZ16) lag im April 2009 unverändert auf dem März-Niveau bei 0,6 %. Ein Jahr zuvor hatte sie noch 3,3 % betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug im April 0,4 %. Ähnlich ruhig mit Tendenz nach unten entwickelte sich die Inflationsrate in der EU27: So betrug die jährliche Inflationsrate der EU27 im April 1,2 % (März: 1,3 %. Ein Jahr zuvor hatte sie 3,6 % betragen. Die monatliche Inflationsrate in der EU27 betrug im April 0,3 %.

Im April 2009 wurden die niedrigsten jährlichen Raten in Irland (-0,7 %), Portugal (-0,6 %) und Luxemburg (-0,3 %) gemessen, und die höchsten in Rumänien (6,5 %), Lettland und Litauen (je 5,9 %). Im Vergleich zu März 2009 ging die jährliche Inflationsrate in fünfzehn Mitgliedstaaten zurück, blieb in vier unverändert und stieg in sieben an.
Die niedrigsten Durchschnittswerte über zwölf Monate bis einschließlich April 2009 verzeichneten Portugal (1,6 %), Irland (1,9 %) und Deutschland (2,0 %); während die höchsten in Lettland (12,4 %), Litauen (10,0 %) und Bulgarien (9,2 %) gemeldet wurden.

Die Warengruppen mit den höchsten jährlichen Teuerungsraten im April 2009 waren in der Eurozone Alkohol und Tabak (3,3 %) sowie Restaurants und Hotels (2,6 %), die mit den niedrigsten jährlichen Raten waren Verkehr (-3,6 %), Nachrichtenübermittlung (-1,6 %), Bekleidung und Schuhe sowie Erziehung und Unterricht (je 0,7 %). Bei den Teilindizes hatten Restaurants und Cafés, Pauschalreisen (je +0,15 Prozentpunkte) und Elektrizität (+0,11) die stärkste Steigerungswirkung auf die Gesamtinflation, während Kraftstoffe für Verkehrsmittel (-0,87) und flüssige Brennstoffe (-0,35) am stärksten senkend wirkten.

Die Warengruppen mit den höchsten monatlichen Teuerungsraten waren Bekleidung und Schuhe (2,8 %), Verkehr (1,0 %) sowie Restaurants und Hotels (0,6 %). Diejenigen mit den niedrigsten Raten waren Wohnung (-0,5 %), Nahrungsmittel (-0,1 %) sowie Erziehung und Unterricht (0,0 %). Insbesondere Bekleidungsartikel (+0,13 Prozentpunkte), Kraftstoffe für Verkehrsmittel (+0,12) und Schuhe (+0,04) hatten die stärkste Steigerungswirkung, während Gas (-0,13) am stärksten senkend wirkte.

(Eurostat/ml) ENGLISH