Mittelstand im ersten Quartal von Krise hart getroffen

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Die mittelständische Wirtschaft wurde nach Angaben der Creditreform im ersten Quartal des Jahres hart gebeutelt. Alle Bereiche spürten massive Auswirkungen der weltweiten Rezession in ihren Umsatz- und Ertragszahlen. Am deutlichsten sind die Folgen für die Unternehmen der Grundstoff-, Bau- und Metall- und Elektroindustrie. Zudem blieben die Finanzierungsbedingungen trotz der deutlichen Zinssenkungen der  Europäischen Zentralbank unverändert schlecht. Allein der Einzelhandel und einige Dienstleistungsbereiche sorgten für etwas Stabilität. Unter dem Strich bleibt der Creditreform-Wirtschaftsindikator nach einem Minus von 2,5 Zählern im Abwärtstrend.

Die Folgen: Die Insolvenzgefährdung der deutschen Unternehmen ist im ersten Quartal 2009 weiter gestiegen. Der Creditreform-Risiko-Indikator (CRI), das zentrale Risikomaß, liegt 0,04 Punkte über dem Vorquartalswert. Derzeit weisen pro 10.000 Unternehmen 226 Firmen ein Negativmerkmal auf, etwa einen massiven Zahlungsverzug oder einen Insolvenzantrag.

In den ersten drei Monaten des Jahres wurde eine schon überfällige Rechnung erst nach 13,4 Tagen beglichen. Im Vorjahresquartal betrugen die Zahlungsverzögerungen nur 12,9 Tage. Die durchschnittliche Bonitätsnote der Unternehmen wurde einen Zähler herabgestuft.

Der Ausblick auf die kommenden Monate bleibt deshalb pessimistisch. Die Wirtschafts- und Finanzkrise bestimmt die Erwartungen der mittelständischen Wirtschaft. Bei der Einschätzung der künftigen Geschäftsentwicklung haben die pessimistischen Unternehmen weiter die Oberhand. Der Teilindex der Erwartungen hat sich mit -10,3 Punkten allerdings nicht mehr verschlechtert (Vorquartal: -10,9 Punkte).

Der vollständige Quartalsbericht steht als kostenloser Download online zur Verfügung.

(Creditreform/ml) ENGLISH

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