Frachtkosten schwanken um bis zu 100 Prozent

Frachtkosten für ein und dieselbe Luft- oder Seefracht können um bis zu 100 % differieren. Bei Transporten über die Straße beträgt die Spannweite immerhin noch bis zu 50 %. Ursache ist oftmals mangelhaftes Verhandlungsgeschick. Dabei zeigt sich, dass nicht immer derjenige den besten Preis erzielt, der das größte Frachtvolumen einkauft. So mancher Mittelständler verhandelt geschickter als ein Großunternehmen. Das zeigen die Ergebnisse des Benchmarks „Einkauf von Frachten“, den der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) im Juni dieses Jahres durchführte.

Bei Frachten – so der Verband – handelt es sich um einen volatilen Markt. Preise sind nach drei Monaten überholt. Der Einkauf erzielt Einsparpotenziale nicht ausschließlich durch klassische Verfahren wie Ausschreibungen, Auktionen und Verhandlungen. „Besonders in mittelständischen Unternehmen stellt die Bündelung der Bedarfe auf möglichst wenige Lieferanten ein probates Mittel zur Kostenreduzierung dar“, so BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt.

Insbesondere vor dem Hintergrund der Finanzkrise sollten Einkaufsentscheider verstärkt betriebsinterne Prozesse analysieren, um zu ergründen, weshalb das eigene Unternehmen höhere Frachtkosten als die Konkurrenz trägt. Nur durch die Professionalisierung des Einkaufs lassen sich dauerhafte Partnerschaften zu Lieferanten aufbauen und so optimale Preis-/Leistungsverhältnisse erzielen, mahnt Hildebrandt.

(ots/ml)